Gammaeule (Autographa gamma)
Name
Gammaeule (Autographa gamma)
Familie
Eulenfalter (Noctuidae)
Körpergröße
Flügelspannweite 35–40 mm
Merkmale
Die Gammaeule ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 35 bis 40 mm. Die Vorderflügel zeigen eine charakteristische silbrig-weiße Zeichnung in Form des griechischen Buchstabens Gamma (γ), die dem Falter seinen deutschen Namen gibt und ihn unverwechselbar macht. Die Grundfärbung der Vorderflügel ist graubraun bis olivbraun mit feiner, kontrastreicher Musterung. Die Hinterflügel sind deutlich heller, gelblich-grau mit dunklem Außensaum. Die Fühler sind fadenförmig.
Lebensraum
Die Gammaeule ist an keinen speziellen Lebensraum gebunden und zählt damit zu den anpassungsfähigsten Nachtfalterarten Europas. Bevorzugt wird sie auf artenreichen Wiesen, Kulturflächen wie Äckern und Gemüsefeldern, an Wegrändern sowie in Gärten angetroffen. Als Wanderfalter besiedelt sie im Laufe des Jahres nahezu alle offenen und halboffenen Landschaften Mittel- und Nordeuropas. In Deutschland ist die Art von Mai bis Oktober in mehreren Generationen anzutreffen, wobei die Flugaktivität ihren Höhepunkt im Hochsommer erreicht. Überwinterung gelingt hierzulande nur in besonders milden, warmen Regionen.
Besonderheiten
Die Gammaeule gehört zu den bemerkenswertesten Wanderfaltern Europas. Alljährlich zieht sie aus ihren Ursprungsgebieten in Südeuropa und Nordafrika in großen Schwärmen bis nach Nordeuropa, wobei sie dabei Tausende von Kilometern zurücklegen kann. Die Raupen gelten als Schädlinge im Ackerbau und befallen eine Vielzahl von Kulturpflanzen, darunter Rüben, Klee und Gemüse. Die Art ist ausgesprochen polyphag, das heißt, die Raupen fressen an zahlreichen verschiedenen Pflanzenarten. Verwechslungen sind am ehesten mit anderen Autographa-Arten möglich, jedoch macht das markante Gamma-Zeichen auf den Vorderflügeln die Bestimmung in der Regel einfach und eindeutig.