Laichkraut- oder Seerosenzünsler (Elophila nymphaeata)
Name
Laichkraut- oder Seerosenzünsler (Elophila nymphaeata)
Familie
Crambidae (Zünslerfalter)
Körpergröße
Flügelspannweite 17 bis 28 mm
Merkmale
Der Laichkraut- oder Seerosenzünsler ist ein mittelgroßer Zünslerfalter mit einer Flügelspannweite von 17 bis 28 mm. Die Vorderflügel zeigen ein charakteristisches Muster aus cremefarbenen bis weißlichen Feldern, die von braunen bis ockerfarbenen Bändern und Wellenlinien durchzogen werden. Die Hinterflügel sind heller, ebenfalls mit dunkler Zeichnung. Die Raupen sind hell gefärbt mit dunklem Kopf und besitzen seitliche Kiemen, die das Leben unter Wasser ermöglichen. Insgesamt wirkt der Falter im Ruhezustand durch seine flache Haltung und gemusterten Flügel gut getarnt.
Lebensraum
Der Seerosenzünsler besiedelt bevorzugt die Ufer- und Flachwasserzonen stehender Gewässer wie Teiche, Weiher, Altarme und langsam fließende Gräben, überall dort wo üppige Bestände an Wasser- und Sumpfpflanzen vorhanden sind. Die Imagines sind in zwei Generationen pro Jahr anzutreffen: Die erste Generation fliegt im Juni, die zweite von August bis September. Die Raupen leben überwiegend unter Wasser und ernähren sich von verschiedenen Wasserpflanzen wie Wasserlinse, Seerose und Laichkraut.
Besonderheiten
Besonders bemerkenswert ist die aquatische Lebensweise der Raupe: Sie lebt in einem aus Pflanzenteilen gefertigten Gehäuse an Wasserpflanzen und verbringt dabei einen großen Teil ihrer Entwicklung unter Wasser. Die Überwinterung erfolgt als Raupe in einem geschützten Gespinst beziehungsweise Gehäuse an der Futterpflanze, das sich auch unter Wasser befinden kann. Erst im Frühjahr verpuppt sich die Raupe in einem mit Blattstücken gefertigten Gehäuse an der Wasserpflanze. Die Falter der neuen Generation schlüpfen anschließend im Frühjahr beziehungsweise Frühsommer. Diese ausgeprägte Anpassung an das Leben im Wasser macht Elophila nymphaeata zu einem der bemerkenswertesten heimischen Zünslerfalter. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet, ist jedoch auf naturnahe, pflanzenreiche Gewässer angewiesen.