Stechmücke Ochlerotatus punctor / Ochlerotatus rusticus

Stechmücke Ochlerotatus punctor oder rusticus

Name

Ochlerotatus punctor / Ochlerotatus rusticus

Familie

Culicidae

Körpergröße

4–6 mm Körperlänge

Merkmale

Die Arten der Gattung Ochlerotatus ähneln sich stark, was eine sichere Bestimmung im Feld erheblich erschwert. Typisch für die Gattung sind ein schlanker Körperbau sowie ein ausgeprägter Stechrüssel. Ein markantes Merkmal der Männchen sind die büschelartig behaarten, gefiederт wirkenden Antennen, die deutlich von den weniger behaarten Antennen der Weibchen abweichen. Die Körperfärbung ist meist bräunlich bis graubraun mit hellen Bänderungen an den Beinen und am Hinterleib. O. punctor und O. rusticus lassen sich morphologisch kaum unterscheiden und gelten als Verwechslungsarten innerhalb der Gattung.

Lebensraum

Die Larven von Ochlerotatus punctor und O. rusticus entwickeln sich vor allem in temporären, stehenden Kleingewässern. Ochlerotatus punctor findet sich insbesondere in Schnee- und Schmelzwassertümpeln in sumpfigen Wäldern, Mooren und feuchten Wiesen, während O. rusticus vor allem temporäre Waldgewässer und wassergefüllte Senken in feuchten Waldlebensräumen besiedelt. Die erwachsenen Tiere halten sich bevorzugt in feuchten Wäldern, Auen und anderen gewässerreichen Lebensräumen auf. Die Flugzeit reicht in Mitteleuropa je nach Art und Witterung vom Frühjahr bis in den Herbst.

Besonderheiten

Wie alle Stechmücken zeigen diese Arten einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus im Ernährungsverhalten: Beide Geschlechter ernähren sich als Imagines von Nektar und Pflanzensäften, doch benötigen die Weibchen zusätzlich eine Blutmahlzeit, um die Reifung ihrer Eier voranzutreiben. Dazu stechen sie Wirbeltiere, darunter auch den Menschen. Die aquatisch lebenden Larven fressen überwiegend Algen und Mikroorganismen und sind damit wichtige Glieder im Nahrungsnetz von Feuchtgebieten. Ochlerotatus-Arten können in hohen Dichten auftreten und lokal als lästige Blutsauger wahrgenommen werden. Eine sichere Artbestimmung erfordert oft eine mikroskopische Untersuchung.