Schmetterlingsmücke Pneumia sp.
Name
Pneumia sp.
Familie
Psychodidae
Körpergröße
1,5–4 mm Körperlänge
Merkmale
Schmetterlingsmücken der Gattung Pneumia sind winzige, zart gebaute Zweiflügler mit einem charakteristisch behaarten Körper und ebenso behaarten, breit-ovalen Flügeln, die in Ruhestellung dachförmig über dem Hinterleib gehalten werden. Diese Haltung verleiht ihnen eine entfernte Ähnlichkeit mit kleinen Schmetterlingen – daher der deutsche Familienname. Die Flügel zeigen ein deutliches Geäder und sind meist bräunlich oder graubraun gefärbt. Die Fühler sind lang und perlschnurartig gegliedert. Eine sichere Artbestimmung innerhalb der Familie ist morphologisch kaum möglich und erfordert eine mikroskopische Genitaluntersuchung.
Lebensraum
Vertreter der Gattung Pneumia besiedeln bevorzugt feuchte, schattige Biotope wie Laubwälder, Auwälder, Moorflächen und die Ufer stehender oder langsam fließender Gewässer. Die Larven entwickeln sich in flachen Gewässern, feuchtem Waldboden oder in organisch reichem Substrat. Adulte Tiere sind in Mitteleuropa von etwa April bis Oktober anzutreffen, wobei die Hauptflugzeit in die wärmeren Sommermonate fällt.
Besonderheiten
Imagines der Psychodidae ernähren sich überwiegend von Pflanzensäften oder Nektar, viele Arten nehmen als Adulttiere überhaupt keine Nahrung auf. Die Larven sind wichtige Zersetzer im Ökosystem, da sie sich von Bakterien und organischem Material ernähren. Schmetterlingsmücken sind dämmerungs- und nachtaktiv und werden häufig von Lichtquellen angelockt. In Mitteleuropa kommen zahlreiche Arten der Familie vor, die sich äußerlich kaum unterscheiden lassen. Anders als tropische Verwandte der Unterfamilie Phlebotominae stechen heimische Arten nicht und sind damit für den Menschen harmlos.