Zuckmücken Chironomus spec.

Zuckmücken Gattung Chironomus

Name

Chironomus spec.

Familie

Chironomidae

Körpergröße

2–10 mm Körperlänge

Merkmale

Zuckmücken der Gattung Chironomus sind schlanke, mückenartige Insekten mit langen Beinen und charakteristisch gefiederten Fühlern bei den Männchen. Die Flügel werden in Ruhestellung flach über dem Körper gefaltet. Die Färbung variiert je nach Art von gelblich-grün über olivgrün bis bräunlich oder schwärzlich, oft mit gemusterten Hinterleibssegmenten. Die einzelnen Arten der Gattung ähneln sich morphologisch sehr stark, sodass eine sichere Artbestimmung häufig nur durch mikroskopische Untersuchung der Genitalstrukturen oder molekulare Methoden möglich ist.

Lebensraum

Chironomus-Arten besiedeln nahezu alle Arten von Süßgewässern – stehende wie fließende, nährstoffreiche wie belastete. Viele Arten tolerieren sauerstoffarme, organisch stark belastete Gewässer, was sie zu wertvollen Bioindikatoren macht. Die Larven leben im Sediment von Seen, Teichen, Flüssen und Bächen. Erwachsene Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und halten sich in Gewässernähe auf. Zuckmücken der Gattung Chironomus sind je nach Art und Region von früh im Frühjahr bis in den späten Herbst anzutreffen, manche Arten fliegen nahezu ganzjährig.

Besonderheiten

Zuckmücken stechen nicht und sind für den Menschen völlig harmlos, werden aber wegen ihrer Ähnlichkeit mit Stechmücken häufig verwechselt. Die Larven vieler Chironomus-Arten enthalten Hämoglobin und werden daher als Blutwürmer bezeichnet – ein seltenes Merkmal unter Insekten, das ihnen das Überleben in sauerstoffarmen Gewässern ermöglicht. Als Massenart bilden sie mitunter eindrucksvolle Schwärme über Gewässern. In der Gewässergütebewertung gelten sie als Zeiger für mäßig bis stark belastete Gewässer. Die Gattung Chironomus umfasst weltweit mehrere Hundert beschriebene Arten, deren Bestimmung selbst für Spezialisten anspruchsvoll ist.