Weichwanze Megaloceroea recticornis

Weichwanze Megaloceroea recticornis

Name

Megaloceroea recticornis

Familie

Miridae (Weichwanzen)

Körpergröße

8–10 mm (Körperlänge)

Merkmale

Megaloceroea recticornis ist eine schlanke, langgestreckte Weichwanze mit auffallend langen, geraden Fühlern, auf die auch der Artname recticornis (lateinisch: gerade Hörner) hinweist. Die Grundfärbung ist meist gelblich-grün bis hellbraun, was eine hervorragende Tarnung zwischen Grashalmen ermöglicht. Der Körperbau ist typisch für grasbesiedelnde Miriden: schmal, langbeinig und gut angepasst an das Leben in aufrechter Vegetation. Larven ähneln den Adulten in der Gestalt, sind jedoch kleiner und ungeflügelt.

Lebensraum

Die Art besiedelt ein breites Spektrum offener und halboffener Lebensräume. Typische Fundorte sind Wegränder, Waldränder, Lichtungen, Uferstreifen sowie Ruderalflächen mit ausreichend Süßgräsern (Poaceae). Die Überwinterung erfolgt im Ei-Stadium. Ab Mai schlüpfen die ersten Larven, die adulten Tiere sind von Juni bis September anzutreffen.

Besonderheiten

Sowohl Larven als auch Imagines ernähren sich phytophag: Mit ihrem stechend-saugenden Mundwerkzeug zapfen sie Pflanzensäfte verschiedener Süßgräser an. Bei starkem Auftreten kann die Art lokal Schäden an Gräsern verursachen, gilt aber nicht als bedeutender Schädling. Megaloceroea recticornis ist in Europa weit verbreitet und zählt zu den häufigeren Grasland-Miriden. Durch ihre grünliche Färbung und schlanke Gestalt kann sie leicht mit anderen grasbewohnenden Weichwanzen verwechselt werden, etwa mit Arten der Gattung Notostira oder Stenodema. Eine genaue Bestimmung erfordert oft die Betrachtung der Fühlerproportionen und der Körperform unter der Lupe.