Grüne Futterwanze (Lygocoris pabulinus)
Name
Grüne Futterwanze (Lygocoris pabulinus)
Familie
Miridae (Weichwanzen)
Körpergröße
Körperlänge 5–6,7 mm
Merkmale
Die Grüne Futterwanze ist, wie ihr Name bereits verrät, überwiegend hellgrün gefärbt, was ihr eine gute Tarnung zwischen Blättern und Stängeln bietet. Der Körper ist länglich-oval und typisch für Weichwanzen zart gebaut. Die Oberseite zeigt eine feine Behaarung, und das charakteristische Schildchen (Scutellum) ist ebenfalls grün. Die Membran der Vorderflügel ist bei den Imagines leicht durchsichtig und zeigt einen grünlichen bis bräunlichen Ton. Larven ähneln den adulten Tieren, sind jedoch flügellos und oft etwas intensiver gefärbt.
Lebensraum
Die Art bevorzugt schattige, feuchte bis halbschattige Lebensräume wie Waldränder, Hecken, Gärten, Obstanlagen und Ufergebüsche. Sie besiedelt sowohl krautige Vegetation als auch Laubgehölze und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Imagines und Larven sind von etwa Mai bis Oktober anzutreffen, wobei die erste Generation im Frühjahr und eine zweite Generation im Spätsommer erscheint. Die Überwinterung erfolgt im Ei-Stadium, meist an Zweigen von Gehölzen.
Besonderheiten
Die Grüne Futterwanze ernährt sich polyphag, also von einer Vielzahl von Pflanzen, darunter Brennnessel (Urtica), Ampfer (Rumex), Pflaume (Prunus) und Apfel (Malus). Durch das Anstechen von Pflanzengewebe zur Nahrungsaufnahme entstehen typische Schadbilder wie Verformungen, Verfärbungen und Wachstumsstörungen an Blättern und Trieben. Im Obstbau gilt sie daher als Schädling. Die Art bildet zwei Generationen pro Jahr. Als Weichwanze besitzt sie keine harten Vorderflügel, sondern teils häutige Hemelytra. Verwechslungen sind möglich mit anderen grünen Miriden wie Lygocoris-Arten oder der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina), die jedoch deutlich größer ist.