Miniermotte Caloptilia stigmatella
Name
Caloptilia stigmatella
Familie
Gracillariidae (Miniermotten)
Körpergröße
Flügelspannweite 12–14 mm
Merkmale
Caloptilia stigmatella ist ein zierlicher Kleinschmetterling mit einer Flügelspannweite von 12 bis 14 mm. Die Vorderflügel sind überwiegend rotbraun gefärbt und zeigen eine auffällige helle, weißliche bis gelbliche dreieckige Zeichnung im Bereich der Flügelmitte. Die Hinterflügel sind schmal und grau gefärbt. Wie bei vielen Gracillariiden sind die Fühler relativ lang. Charakteristisch ist die Ruhestellung: Der Falter richtet den Vorderkörper auf und steht dabei auf den Vorderbeinen, während die Flügel angelegt werden. Die Vorderbeine sind an der Basis auffällig beschuppt.
Lebensraum
Die Art besiedelt Hecken-Biotope, Waldränder und Siedlungsgebiete, überall dort, wo ihre Wirtspflanzen aus der Gattung Salix (Weiden) vorkommen. Seltener werden auch Pappeln (Populus) als Nahrungsquelle genutzt. Die Falter fliegen in zwei Generationen: Die erste Generation ist von Juni bis Juli aktiv, die zweite ab September. Die Überwinterung erfolgt als adulter Falter, weshalb Tiere der Herbstgeneration bis weit in den Frühling des Folgejahres angetroffen werden können.
Besonderheiten
Besonders interessant ist die zweiphasige Lebensweise der Raupen: Junge Larven minieren zunächst im Blattgewebe der Wirtspflanze und hinterlassen dabei charakteristische Fraßgänge, die zur Bestimmung beitragen können. Ältere Raupen verlassen die Mine und rollen einen Blattzipfel ein, in dem sie geschützt weiterleben und fressen. Dieses Verhalten ist typisch für die Gattung Caloptilia. Als Verwechslungsart kommt die sehr ähnliche Caloptilia betulicola in Betracht, die jedoch an Birke lebt. Innerhalb der Familie Gracillariidae zählt Caloptilia stigmatella zu den häufigeren und weit verbreiteten Arten Mitteleuropas.