Grasminiermotte Elachista argentella

Grasminiermotte Elachista argentella

Name

Elachista argentella

Familie

Elachistidae

Körpergröße

Spannweite 11–12 mm

Merkmale

Elachista argentella ist ein sehr kleiner Falter mit einer Flügelspannweite von 11 bis 12 mm. Die Vorderflügel sind überwiegend reinweiß bis silbrig-weiß gefärbt, was der Art ihren wissenschaftlichen Namen argentella (von lat. argentum = Silber) eingebracht hat. Die Hinterflügel sind ebenfalls hell, schmal und mit langen Fransen besetzt, wie es für Miniermotten typisch ist. Der Körperbau ist schlank und zierlich. Die Fühler sind fadenförmig und verhältnismäßig lang.

Lebensraum

Die Art besiedelt grasreiche Lebensräume unterschiedlichster Ausprägung: Wiesen, Gärten, Waldlichtungen sowie weitere offene bis halboffene Biotope mit ausreichendem Grasbestand. Die Raupen minieren in den Blättern verschiedener Süßgräser (Poaceae), darunter häufig Arten wie Holcus lanatus oder Poa-Arten. Die Falter sind von Mai bis Juli zu beobachten und zeigen typischerweise eine einzelne Generation pro Jahr. In milderen Regionen Europas kann gelegentlich eine zweite, partielle Generation auftreten.

Besonderheiten

Die Larven von Elachista argentella leben als Minierer im Inneren von Grasblättern, wo sie charakteristische, langgestreckte Minen erzeugen. Dieses versteckte Leben schützt sie vor vielen Fressfeinden. Elachista argentella gehört zu einer artenreichen Gattung mit zahlreichen sehr ähnlichen Vertretern, was die Bestimmung im Feld erheblich erschwert. Eine sichere Artbestimmung erfordert oft die mikroskopische Untersuchung der Genitalstrukturen. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet, kann jedoch bei intensiver Grünlandbewirtschaftung und dem Einsatz von Herbiziden lokal seltener werden.