Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis)

Asiatischer Marienkäfer Harmonia axyridis

Name

Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis)

Familie

Coccinellidae (Marienkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 5–8 mm

Merkmale

Der Asiatische Marienkäfer gehört zu den variabelsten Marienkäferarten weltweit – kein anderer Marienkäfer zeigt eine vergleichbar große Bandbreite an Farbformen und Punktmustern. Die Grundfärbung reicht von gelb-orange über leuchtend rot bis hin zu schwarz, die Anzahl der schwarzen Punkte auf den Flügeldecken variiert zwischen null und über zwanzig. Ein zuverlässiges Erkennungsmerkmal ist das weiße Halsschild mit einem charakteristischen schwarzen M- oder W-förmigen Muster. Mit bis zu 8 mm Körperlänge übertrifft er die meisten einheimischen Marienkäferarten deutlich in der Größe und wirkt insgesamt kräftiger und gewölbter.

Lebensraum

Ursprünglich in Ostasien heimisch, besiedelt Harmonia axyridis heute nahezu alle Lebensräume Europas. Die Art ist in Laubwäldern, Parks, Gärten, an Waldrändern und in der Agrarlandschaft anzutreffen, wo sie bevorzugt an Blattlaus-reichen Gehölzen lebt. Die Erscheinungszeit beginnt im frühen Frühjahr ab März, wenn die Tiere ihre Winterquartiere verlassen, und erstreckt sich bis in den Oktober hinein. Zur Überwinterung versammeln sich oft große Gruppen in Gebäudespalten, Fensterrahmen oder trockenem Laub.

Besonderheiten

Als Neozoon – also eine eingeschleppte gebietsfremde Art – wurde Harmonia axyridis gezielt als biologisches Bekämpfungsmittel gegen Blattläuse eingesetzt, bevor er sich unkontrolliert in der Natur etablierte. Da er kaum natürliche Feinde hat und gegenüber Krankheiten robuster ist als heimische Arten, verdrängt er einheimische Marienkäfer wie den Zweipunkt- oder den Siebenpunkt-Marienkäfer durch Konkurrenz um Nahrung und Überwinterungsplätze. Hinzu kommt, dass Harmonia axyridis die Larven anderer Marienkäferarten aktiv frisst. In Weinbauregionen gilt er als Ernteschädling, da mitgepresste Käfer den Wein mit bitteren Alkaloiden belasten können. Im Herbst dringt er häufig in Wohngebäude ein, was ihn für viele Menschen zur lästigen Plage macht.