Rostbrauner Glanzkäfer (Epuraea cf. aestiva)

Rostbrauner Glanzkäfer Epuraea cf. aestiva

Name

Rostbrauner Glanzkäfer (Epuraea aestiva)

Familie

Glänzendkäfer (Nitidulidae)

Körpergröße

Körperlänge 2,5–4 mm

Merkmale

Der Rostbraune Glanzkäfer ist ein kleiner, gedrungen wirkender Käfer von etwa 3 mm Länge. Wie der deutsche Name bereits andeutet, ist er rostbraun bis gelbbraun gefärbt, wobei die Deckflügel oft etwas dunkler als der Halsschild erscheinen. Die Oberfläche wirkt leicht glänzend, was für die Familie der Nitidulidae typisch ist. Der Körper ist oval und flach, die Fühler enden in einer deutlichen dreigliedrigen Keule. Die Beine sind hell gelbbraun. Eine sichere Bestimmung ist wegen der großen Ähnlichkeit mit verwandten Epuraea-Arten nur durch Genitaluntersuchung möglich.

Lebensraum

Der Rostbraune Glanzkäfer bewohnt lichte Wälder, Wiesen und Hecken-Biotope und ist in geeigneten Lebensräumen in Mitteleuropa weit verbreitet. Die Art bevorzugt strukturreiche Landschaften, in denen blütenreiche Pflanzen und Hummelnester gleichermaßen vorhanden sind. Die Imagines sind vor allem von April bis September anzutreffen und halten sich häufig auf Blüten auf, wo sie Pollen und Nektar aufnehmen.

Besonderheiten

Besonders interessant ist die Entwicklungsbiologie dieser Art: Die Larven des Rostbraunen Glanzkäfers entwickeln sich in Hummelnestern, wo sie sich von organischem Material und Vorräten der Hummeln ernähren. Der Käfer gilt damit als myrmecophil im weiteren Sinne, genauer als inquilin in Hummelkolonien. Die Art ist noch recht häufig und gilt in Deutschland nicht als gefährdet. Verwechslungen mit anderen Arten der artenreichen Gattung Epuraea sind leicht möglich, da sich viele Vertreter in Färbung und Form stark ähneln. Eine zuverlässige Bestimmung erfordert oft die mikroskopische Untersuchung.