Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum)
Name
Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum)
Familie
Segellibellen (Libellulidae)
Körpergröße
Körperlänge 34–40 mm, Flügelspannweite 54–58 mm
Merkmale
Adulte Männchen sind durch ihre intensive blutrote Färbung auf Hinterleib und Stirn unverwechselbar. Der Hinterleib ist charakteristisch keulig verdickt, was ein wichtiges Bestimmungsmerkmal gegenüber ähnlichen Heidelibellen darstellt. Auffällig sind die vollständig schwarz gefärbten Beine ohne jede helle Zeichnung. Weibchen und Jungtiere sind gelblich-braun gefärbt und nehmen mit zunehmendem Alter rötliche Töne an. Die Flügelbasis zeigt bei beiden Geschlechtern eine auffällige goldgelbe Färbung.
Lebensraum
Die Blutrote Heidelibelle besiedelt bevorzugt stehende oder sehr langsam fließende Gewässer wie Teiche, Weiher, Altwässer und Moorgewässer mit gut entwickelter Ufervegetation. Besonders häufig ist sie an sonnigen, flachufrigen Stillgewässern mit Schilf- und Röhrichtbeständen anzutreffen. Die Flugzeit erstreckt sich von Juli bis November, wobei der Höhepunkt der Aktivität in den Monaten August und September liegt.
Besonderheiten
Als Verwechslungsarten gelten vor allem die Große Heidelibelle (Sympetrum striolatum) sowie die Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum), die jedoch beide einen deutlichen gelben Längsstreifen an den Beinen aufweisen. Männchen der Blauroten Heidelibelle zeigen ein ausgeprägtes Territorialverhalten und verteidigen sonnige Uferabschnitte gegen Rivalen. Die Art gilt in Deutschland als häufig und ungefährdet, kann aber durch Verlust geeigneter Flachwasserhabitate lokal zurückgehen. Zur Fortpflanzung werden flache, besonnte Gewässer mit weichen Wasserpflanzen benötigt, in die das Weibchen im Tandemflug die Eier einschlägt.