Gefleckte Heidelibelle (Sympetrum flaveolum)
Name
Gefleckte Heidelibelle (Sympetrum flaveolum)
Familie
Segellibellen (Libellulidae)
Körpergröße
Körperlänge bis 38 mm, Flügelspannweite 50–60 mm
Merkmale
Die Gefleckte Heidelibelle gehört zur Gruppe der mittelgroßen Heidelibellen. Auffälligstes Erkennungsmerkmal sind die großen orangenen bis gelblichen Basalflecken an allen vier Flügeln, die diese Art von den meisten anderen Sympetrum-Arten deutlich unterscheiden. Die Flügelmale (Pterostigma) sind rotbraun gefärbt. Männchen zeigen eine leuchtend rote Körperfärbung, während Weibchen und Jungtiere eher gelblich-braun bis olivfarben wirken. Der Hinterleib ist schlank und bei älteren Männchen lebhaft rot. Die Beine sind schwarz mit gelben Längsstreifen.
Lebensraum
Die Art bevorzugt moorige Gewässer, Flachmoore, Überschwemmungsflächen und Teiche, die periodisch trockenfallen. Genau diese Eigenschaft der Gewässer ist für eine erfolgreiche Reproduktion entscheidend, da die Eier auf dem trockenen Gewässerboden abgelegt werden und erst nach erneuter Überflutung schlüpfen. Die Gefleckte Heidelibelle ist von Mai bis Oktober anzutreffen, wobei der Flughöhepunkt in den Sommermonaten Juli und August liegt. In Mitteleuropa ist die Art lokal verbreitet, regional aber teils selten geworden.
Besonderheiten
Das Fortpflanzungsverhalten der Gefleckten Heidelibelle ist bemerkenswert angepasst: Die Weibchen legen ihre Eier im Tandemflug mit dem Männchen auf trockenen oder feuchten Bodenstellen ab, ohne offenes Wasser aufzusuchen. Die Eier überdauern in einer Art Diapause und schlüpfen erst, wenn das Gelände wieder überflutet wird. Dies macht die Art besonders anfällig gegenüber der Trockenlegung von Feuchtgebieten und dem Verlust periodisch überfluteter Flächen. In Deutschland gilt Sympetrum flaveolum auf der Roten Liste als gefährdet. Als Verwechslungsart kommt vor allem die Frühe Heidelibelle (Sympetrum fonscolombii) in Frage. Das Bild zeigt ein männliches Exemplar.