Ried-Grabläufer (Pterostichus diligens)

Ried-Grabläufer Pterostichus diligens

Name

Ried-Grabläufer (Pterostichus diligens)

Familie

Laufkäfer (Carabidae)

Körpergröße

Körperlänge 5–7 mm

Merkmale

Der Ried-Grabläufer ist ein kleiner, schlanker Laufkäfer mit glänzend schwarzer bis schwarzbrauner Färbung der Oberseite. Die Flügeldecken weisen die für Pterostichus typischen Längsstreifen auf und sind im Verhältnis zum Halsschild deutlich verbreitert. Die Beine sind meist rotbraun bis gelbbraun gefärbt, ebenso die Fühler. Der Halsschild ist herzförmig und zur Basis hin verschmälert. Insgesamt wirkt die Art gedrungen, dabei aber feingliedrig.

Lebensraum

Pterostichus diligens ist eng an feuchte bis nasse Lebensräume gebunden und besiedelt Auwälder, Bruchwälder, Feuchtwiesen sowie Sumpf-Biotope. Entscheidend ist eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit im Mikrohabitat. Die Art lebt bevorzugt in der Bodenstreu, unter Moos oder in der Nähe von stehendem und fließendem Wasser. Aktive Imagines sind von März bis Oktober anzutreffen.

Besonderheiten

Der Ried-Grabläufer gilt als deutlich seltener als die sehr ähnliche Schwesterart Pterostichus strenuus, der Auwald-Grabläufer, mit der er leicht verwechselt werden kann. Beide Arten teilen ähnliche Lebensräume, weshalb eine sichere Bestimmung oft erst durch genaue Untersuchung der Genitalstrukturen oder feine morphologische Merkmale möglich ist. Wie alle Laufkäfer ist Pterostichus diligens ein räuberisch lebender Bodenjäger, der sich von kleinen Wirbellosen, Insektenlarven und Springschwänzen ernährt. Die Bindung an intakte Feuchtbiotope macht die Art empfindlich gegenüber Entwässerungsmaßnahmen und Habitatverlust. Sie gilt in mehreren deutschen Bundesländern als gefährdet oder wird auf Vorwarnlisten geführt.