Laufkäfer Gattung Acupalpus
Name
Acupalpus spec.
Familie
Carabidae (Laufkäfer)
Körpergröße
2,5–5 mm (je nach Art)
Merkmale
Die Arten der Gattung Acupalpus gehören zu den kleinsten Laufkäfern überhaupt. Sie besitzen einen schlanken, länglichen Körperbau mit glänzenden Flügeldecken, die häufig bräunlich, gelbbraun oder schwärzlich gefärbt sind, oft mit helleren Schulterflecken oder aufgehellten Rändern. Der Halsschild ist deutlich schmaler als die Flügeldecken. Aufgrund ihrer geringen Größe und der großen äußerlichen Ähnlichkeit zwischen den einzelnen Arten ist eine sichere Bestimmung anhand von Fotos nicht möglich. Für eine zuverlässige Artbestimmung ist zwingend eine Genital-Untersuchung der Männchen erforderlich.
Lebensraum
Acupalpus-Arten besiedeln bevorzugt feuchte bis nasse Lebensräume wie Ufer von Gewässern, Verlandungszonen, Sümpfe, Moore und feuchte Wiesen. Einige Arten kommen auch in Äckern und Gärten vor. Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und an warmen Abenden häufig in Bewegung. Viele Arten sind ganzjährig als Imagines nachweisbar, mit Aktivitätsschwerpunkten im Frühjahr und Herbst. Einzelne Arten überwintern als fertige Käfer unter Moos, Steinen oder in der Bodenstreu.
Besonderheiten
Ein besonders auffälliges Verhalten der Gattung Acupalpus ist die ausgeprägte Anflugneigung an künstliche Lichtquellen in der Nacht, was die Tiere trotz ihrer geringen Größe gelegentlich auffindbar macht. Die Gattung umfasst in Mitteleuropa rund ein Dutzend Arten, die sich morphologisch sehr ähneln und eine klassische Schwierigkeitsgruppe für Koleopterologen darstellen. Verwechslungen sind innerhalb der Gattung häufig, aber auch mit verwandten Kleinlaufkäfer-Gattungen wie Anthracus oder Stenolophus möglich. Über die Gefährdungssituation einzelner Arten liegen regional unterschiedliche Einschätzungen vor, wobei Arten feuchter Lebensräume durch Entwässerung und Habitatverlust unter Druck geraten können.