Beifuß-Blütenspanner (Eupithecia succenturiata)

Beifuß-Blütenspanner Eupithecia succenturiata

Name

Beifuß-Blütenspanner (Eupithecia succenturiata)

Familie

Geometridae (Spanner)

Körpergröße

Flügelspannweite 20–27 mm

Merkmale

Der Beifuß-Blütenspanner ist ein mittelgroßer Spanner mit einer Flügelspannweite von 20 bis 27 mm. Die Grundfärbung der Vorderflügel ist im Mittelfeld auffallend weiß, während der breite Vorderrand und das Saumfeld dunkelgrau bis bleigrau kontrastieren. Quer über die Flügel verlaufen mehrere dunkle Wellenbinden, und ein kleiner, schwarzer Mittelfleck ist meist gut erkennbar. Die Hinterflügel sind etwas heller und schwächer gezeichnet. Aufgrund dieser charakteristischen und für Blütenspanner ungewöhnlich kontrastreichen Musterung ist die Art im Feld vergleichsweise gut von anderen Eupithecia-Arten zu unterscheiden.

Lebensraum

Der Beifuß-Blütenspanner besiedelt ein breites Spektrum halboffener bis offener Lebensräume. Typische Habitate sind Hecken-Biotope, Magerrasen, Waldränder, Ruderalflächen sowie Wegränder und Bahndämme, wo seine Futterpflanzen häufig wachsen. Die Art ist vor allem dort anzutreffen, wo Beifuß und Rainfarn in größeren Beständen vorkommen. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juni bis August, mit einem Hauptvorkommen im Juli. Die nachtaktiven Falter kommen regelmäßig ans Licht.

Besonderheiten

Eupithecia succenturiata trägt zwei gebräuchliche deutsche Namen: Beifuß-Blütenspanner und Rainfarn-Blütenspanner, benannt nach seinen beiden wichtigsten Raupennahrungspflanzen Beifuß (Artemisia vulgaris) und Rainfarn (Tanacetum vulgare). Die Raupen fressen bevorzugt an den Blüten und Blütenständen dieser Pflanzen, was den Namenszusatz Blütenspanner erklärt. Die Art überwintert als Puppe im Boden. In Mitteleuropa gilt sie als weit verbreitet und mäßig häufig, ist jedoch wie viele Schmetterlinge auf das Vorhandensein ihrer spezifischen Wirtspflanzen angewiesen. Ein Rückgang der Raupenfutterpflanzen durch intensivere Landnutzung oder Mahd kann sich daher direkt auf die lokalen Bestände auswirken.