Milchweißer Bindenspanner (Plemyria rubiginata)
Name
Milchweißer Bindenspanner (Plemyria rubiginata)
Familie
Spanner (Geometridae)
Körpergröße
Flügelspannweite 22–28 mm
Merkmale
Der Milchweiße Bindenspanner zeigt eine charakteristische Flügelzeichnung mit weißem bis milchweißem Grundton und deutlichen rötlich-braunen bis rostfarbenen Querbinden, die der Art sowohl ihren deutschen als auch lateinischen Namen verleihen. Die Vorderflügel tragen eine markante Mittelbinde, die sich klar vom hellen Untergrund abhebt. Die Hinterflügel sind etwas heller und weniger stark gemustert. Der Körper ist schlank und für einen Spanner typisch zierlich gebaut. Beide Geschlechter ähneln sich in der Grundzeichnung, wobei Männchen und Weibchen durch die Fühlermorphologie unterschieden werden können – Männchen besitzen gekämmte Fühler.
Lebensraum
Der Milchweiße Bindenspanner besiedelt feuchte Laubwälder, insbesondere Erlenbruchwälder, aber auch Streuobstwiesen, Hecken-Biotope und strukturreiche Gärten. Die Art ist an das Vorkommen ihrer Raupenfutterpflanzen gebunden und findet sich daher bevorzugt dort, wo Erlen, Schlehen, Apfel- oder Pflaumenbäume wachsen. Die Flugzeit der nacht- und dämmerungsaktiven Falter erstreckt sich von Mai bis September, wobei je nach Region eine oder zwei Generationen pro Jahr auftreten können.
Besonderheiten
Die Raupen des Milchweißen Bindenspanners sind polyphag und entwickeln sich an verschiedenen Erlenarten sowie an zahlreichen Rosengewächsen wie Schlehe, Apfel und Pflaume, was der Art eine gewisse ökologische Flexibilität verleiht. Als nacht- und dämmerungsaktiver Falter ist er am Licht gut anzutreffen. Verwechslungen sind möglich mit ähnlichen Bindenspannern der Gattung Electrophaes oder Cosmorhoe, jedoch ist die charakteristische milchweiße Grundfärbung in Kombination mit der rostbraunen Binde ein verlässliches Erkennungsmerkmal. Die Art gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet, kann jedoch durch den Verlust von Feuchtlebensräumen und alten Obstgärten lokal unter Druck geraten.