Vierbinden-Blattspanner (Xanthorhoe quadrifasiata)

Vierbinden-Blattspanner Xanthorhoe quadrifasiata

Name

Vierbinden-Blattspanner (Xanthorhoe quadrifasiata)

Familie

Spanner (Geometridae)

Körpergröße

Flügelspannweite 23–31 mm

Merkmale

Der Vierbinden-Blattspanner ist ein mittelgroßer Spanner mit einer Flügelspannweite von 23 bis 31 mm. Die Vorderflügel zeigen ein charakteristisches Bandmuster aus mehreren dunkelbraunen bis schwarzbraunen Querbinden auf hellem, weißlich-grauem oder ockerfarben gemustertem Grund – daher der treffende deutsche Name. Das markanteste Merkmal ist eine breite, kontrastreiche Mittelbinde, die von einer hellen Wellenlinie begleitet wird. Die Hinterflügel sind heller und weisen ebenfalls schwache Querbänderung auf. Im Ruhezustand sitzen die Falter flach mit ausgebreiteten Flügeln, was ihre Tarnung auf strukturierten Unterlagen wie Rinde oder Laub begünstigt.

Lebensraum

Der Vierbinden-Blattspanner bewohnt strukturreiche Kulturlandschaften und Halboffenland-Biotope. Er ist typisch anzutreffen in Parkanlagen, Gärten, an Waldrändern, auf Lichtungen sowie in Hecken-Biotopen, wo krautige Vegetation in ausreichender Dichte vorhanden ist. Die Art bevorzugt Standorte mit einem reichhaltigen Angebot an Nahrungspflanzen der Raupen wie Taubnessel, Wegerich, Brennnessel und Labkraut. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis August, wobei die Falter vorwiegend in der Dämmerung und nachts aktiv sind und häufig an Lichtquellen erscheinen.

Besonderheiten

Die Raupen des Vierbinden-Blattspanners sind polyphag, also an verschiedene niedere Pflanzen angepasst, was der Art eine gewisse ökologische Flexibilität verleiht. Die Überwinterung erfolgt als Puppe im Boden. Innerhalb der artenreichen Gattung Xanthorhoe kann es zu Verwechslungen mit ähnlichen Arten wie dem Labkraut-Blattspanner (Xanthorhoe spadicearia) oder dem Weißbinden-Blattspanner (Xanthorhoe montanata) kommen, eine genaue Betrachtung des Flügelmusters ist daher ratsam. In Mitteleuropa gilt die Art als mäßig häufig und ist derzeit nicht als gefährdet eingestuft, profitiert aber von naturnaher Gartengestaltung mit heimischen Wildkräutern.