Gelbgestreifter Erlen-Spanner (Hydrelia flammeolaria)

Gelbgestreifter Erlen-Spanner Hydrelia flammeolaria

Name

Gelbgestreifter Erlen-Spanner (Hydrelia flammeolaria)

Familie

Spanner (Geometridae)

Körpergröße

Flügelspannweite 16–20 mm

Merkmale

Der Gelbgestreifte Erlen-Spanner ist ein kleinerer Spanner mit einer Flügelspannweite von 16 bis 20 mm. Die Flügel zeigen ein charakteristisches Muster aus gelblichen und weißlichen Querstreifen auf hellem Grund, die dem Falter seinen deutschen Namen verleihen. Die Zeichnung ist so markant und unverwechselbar, dass Verwechslungen mit anderen heimischen Spannerarten kaum möglich sind. Männchen und Weibchen ähneln sich im Aussehen sehr stark. Die Unterseite der Flügel wiederholt das Muster der Oberseite in abgeschwächter Form.

Lebensraum

Die Art besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen. Bevorzugt werden lichte Laub- und Mischwälder, Moorränder, Heckenlandschaften sowie Parkanlagen – überall dort, wo geeignete Raupenfutterpflanzen wachsen. Entscheidend ist das Vorkommen von Erle, Weide, Birke oder Ahorn in der näheren Umgebung. Die Falter sind von Mai bis August zu beobachten, mit einem Aktivitätsschwerpunkt in den frühen Sommermonaten. Die Art kommt in weiten Teilen Mittel- und Nordeuropas vor.

Besonderheiten

Die Raupen des Gelbgestreiften Erlen-Spanners sind ausgesprochen polyphag und fressen an verschiedenen Laubgehölzen, darunter Erle, Weide, Birke und Ahorn. Diese Nahrungsflexibilität trägt zur weiten Verbreitung der Art bei. Wie viele Spanner ruhen die Falter tagsüber flach an Rinde oder Blättern mit ausgebreiteten Flügeln, gut getarnt durch ihre Zeichnung. Die Art gilt in Mitteleuropa als nicht gefährdet. Eine Gefährdung kann jedoch lokal durch den Verlust geeigneter Feuchtbiotope und die Entwässerung von Moorflächen entstehen.