Mondfleckiger Blütenspanner (Eupithecia centaureata)

Mondfleckiger Blütenspanner Eupithecia centaureata

Name

Mondfleckiger Blütenspanner (Eupithecia centaureata)

Familie

Geometridae (Spanner)

Körpergröße

Flügelspannweite 17–25 mm

Merkmale

Der Mondfleckige Blütenspanner ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 17 bis 25 mm. Die Flügel sind überwiegend weißlich bis hellgrau gefärbt und weisen ein feines, dunkles Querbandmuster auf. Charakteristisch ist ein markanter dunkler Mittelpunkt auf den Vorderflügeln. Die auffällige Flügelzeichnung imitiert täuschend echt Vogelkot und macht den ruhenden Falter nahezu unsichtbar. Diese Tarnung zählt zu den eindrucksvollsten Beispielen kryptischer Färbung bei heimischen Schmetterlingen. Die Art ist auch unter dem Namen Weißer Blütenspanner bekannt, was auf die helle Grundfärbung der Flügel verweist.

Lebensraum

Der Mondfleckige Blütenspanner besiedelt eine Vielzahl offener und halboffener Lebensräume, darunter Wiesen, Wegränder, Waldlichtungen, Gärten, Ruderalflächen und Gebüschsäume. Er ist in weiten Teilen Europas und des gemäßigten Asiens verbreitet und gilt als ausgesprochen anpassungsfähig. Die Flugzeit erstreckt sich von Mitte April bis Mitte September, wobei zwei Generationen pro Jahr ausgebildet werden. Die erste Generation fliegt im Frühjahr und Frühsommer, die zweite von Hochsommer bis in den frühen Herbst. Tagsüber sitzt der Falter gut getarnt an Pflanzen oder Zäunen, abends ist er lichtanfällig und kommt regelmäßig an künstliche Lichtquellen.

Besonderheiten

Die Raupen des Mondfleckigen Blütenspanners ernähren sich polyphag, also von einer breiten Palette an Pflanzenarten. Bevorzugt werden Blüten und Samenansätze von Korbblütlern (Asteraceae) sowie Doldenblütlern (Apiaceae). Diese Nahrungsvielfalt trägt wesentlich zur weiten Verbreitung der Art bei. Die Raupen sind ebenfalls gut getarnt und passen ihre Färbung oft an die jeweilige Wirtspflanze an. Der Mondfleckige Blütenspanner überwintert als Puppe. In Mitteleuropa gilt die Art als häufig und ungefährdet. Verwechslungen sind am ehesten mit anderen Eupithecia-Arten möglich, von denen es in Europa über 150 Vertreter gibt, was eine genaue Bestimmung im Freiland mitunter schwierig macht.