Klammer-Ypsoloph (Ypsolopha parenthesella)

Ypsolopha parenthesella

Name

Klammer-Ypsoloph (Ypsolopha parenthesella)

Familie

Ypsolophidae

Körpergröße

Flügelspannweite 16–20 mm

Merkmale

Ypsolopha parenthesella gehört zu den mittelgroßen Kleinschmetterlingen mit einer Flügelspannweite von 16 bis 20 mm. Die Vorderflügel sind verhältnismäßig schmal und werden in Ruhelage dachförmig über dem Körper zusammengefaltet – ein typisches Merkmal der Gattung Ypsolopha. Die Art gilt als ausgesprochen variabel in ihrer Färbung: Grundfarben von cremeweiß über ockergelb bis bräunlich sind möglich, häufig mit dunkleren Flecken oder Strichelzeichnungen. Das namensgebende Merkmal ist ein klammer- oder parenthesenartiges Zeichnungsmuster auf den Vorderflügeln, das jedoch nicht bei allen Individuen gleich ausgeprägt ist. Die Hinterflügel sind graubraun und einfarbig.

Lebensraum

Die Art besiedelt gehölzreiche Lebensräume wie Waldränder, Laubwälder, Heckenstrukturen und Hausgärten. Entscheidend ist das Vorhandensein verschiedener Laubgehölze als Raupenfutterpflanzen, darunter Rotbuche, Eiche, Hainbuche und Hasel. Damit kommt die Art in weiten Teilen Europas vor, überall dort, wo geeignete Laubgehölze wachsen. Die Imagines fliegen vor allem im Spätsommer und Herbst, insbesondere von August bis September, und sind vor allem in den Abend- und Nachtstunden aktiv, werden jedoch gelegentlich auch tagsüber an Vegetation sitzend angetroffen.

Besonderheiten

Die Raupen von Ypsolopha parenthesella leben an verschiedenen Laubgehölzen und ernähren sich von deren Blättern. Sie leben nicht als typische Blattminierer, sondern können beispielsweise zwischen zusammengesponnenen Blättern leben. Die ausgeprägte Färbungsvariabilität der Falter kann die Bestimmung erschweren und zu Verwechslungen mit anderen Ypsolopha-Arten führen, etwa mit Ypsolopha sequella oder Ypsolopha vittella. Eine sorgfältige Begutachtung der Flügelzeichnung sowie der Genitalstruktur ist für eine sichere Artbestimmung oft unerlässlich. Über den Gefährdungsstatus der Art liegen für Deutschland keine besonderen Hinweise vor; sie gilt als weit verbreitet und nicht gefährdet.