Ochsenheimers Langfühler (Nemophora ochsenheimerella)

Ochsenheimers Langfühler (Nemophora ochsenheimerella)

Name

Ochsenheimers Langfühler (Nemophora ochsenheimerella)

Familie

Adelidae (Langhornmotten)

Körpergröße

Flügelspannweite 13–16 mm

Merkmale

Ochsenheimers Langfühler gehört zur Familie der Adelidae, die vor allem durch ihre auffällig langen Fühler bekannt sind – bei den Männchen können diese ein Vielfaches der Flügelspannweite erreichen. Die Vorderflügel zeigen bei frisch geschlüpften Exemplaren eine lebhafte, metallisch schimmernde Färbung mit goldenen und bronzefarbenen Tönen, wie sie für viele Vertreter der Gattung Nemophora typisch ist. Mit zunehmendem Alter verblasst die Farbintensität deutlich, abgeflogene Tiere wirken matter und weniger farbenfroh. Die Flügelspannweite liegt zwischen 13 und 16 mm.

Lebensraum

Die Art besiedelt Misch- und Nadelwälder, wo ihre Raupen auf Weiß-Tanne (Abies alba) als Futterpflanze angewiesen sind. Damit ist sie eng an Lebensräume gebunden, in denen diese Baumart vorkommt – vor allem montane Lagen Mittel- und Südeuropas. Die Falter fliegen von Mai bis Juni und sind in dieser Zeit an lichten Waldrändern und in Beständen mit Weißtannen-Anteil zu beobachten.

Besonderheiten

Die Raupen überwintern und verpuppen sich erst im darauffolgenden Frühjahr, was einen zweijährigen Entwicklungszyklus begünstigt. Die enge Bindung an Abies alba macht die Art potenziell anfällig gegenüber dem Rückgang der Weiß-Tanne, die in vielen Regionen durch Verbiss, Klimawandel und forstliche Veränderungen unter Druck gerät. Der Artname ochsenheimerella ehrt den österreichischen Entomologen Ferdinand Ochsenheimer (1767–1822), einen bedeutenden Schmetterlingskundler seiner Zeit. Innerhalb der artenreichen Gattung Nemophora kann die Bestimmung einzelner Arten schwierig sein und erfordert mitunter eine fachkundige Überprüfung.