Miniersackmotte Incurvaria praelatella
Name
Incurvaria praelatella
Familie
Incurvariidae (Langhornmotten)
Körpergröße
Flügelspannweite 11–14 mm
Merkmale
Incurvaria praelatella ist ein kleiner Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 11 bis 14 mm. Die Vorderflügel sind bronzefarben bis bräunlich-golden schimmernd und weisen einen deutlichen metallischen Glanz auf, der für viele Vertreter der Incurvariidae typisch ist. Charakteristisch sind außerdem die langen Fühler, die bei Männchen besonders ausgeprägt sein können. Die Hinterflügel sind schmaler und ebenfalls bräunlich gefärbt. Insgesamt wirkt der Falter zierlich und unscheinbar, fällt bei näherer Betrachtung jedoch durch seinen metallischen Glanz auf.
Lebensraum
Die Art besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Waldränder, Lichtungen und Trockenhänge, wo ihre Raupennahrungspflanzen aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) wachsen. Dazu zählen unter anderem Himbeere, Brombeere, Erdbeere und Mädesüß. Die Raupen minieren zunächst in den Blättern dieser Pflanzen und fertigen später kleine Blattsäcke, in denen sie überwintern. Die Falter sind tagaktiv und fliegen von Mai bis Juni.
Besonderheiten
Incurvaria praelatella gilt als seltene und selten nachgewiesene Art. Die Larvalentwicklung verläuft in zwei Phasen: Zunächst minieren die jungen Raupen in Blättern von Rosengewächsen, bevor sie später einen charakteristischen tragbaren Blattsack aus Blattstücken anfertigen und darin überwintern – ein Verhalten, das namensgebend für die Gruppe der Sackmotten ist. Verwechslungen sind mit ähnlichen Arten der Gattung Incurvaria möglich, etwa mit Incurvaria masculella oder Incurvaria pectinea, die ebenfalls an Rosengewächsen oder anderen Laubgehölzen leben. Eine genaue Bestimmung erfordert oft die Untersuchung von Genitalstrukturen.