Federmotte Emmelina monodactyla
Name
Emmelina monodactyla
Familie
Federmotten (Pterophoridae)
Körpergröße
Spannweite 18–26 mm
Merkmale
Federmotten sind an ihren charakteristisch gespaltenen Flügeln sofort erkennbar: Die Vorderflügel sind in zwei, die Hinterflügel in drei schmale, federartige Zipfel aufgeteilt, die mit langen Fransen besetzt sind. Emmelina monodactyla ist überwiegend hell graubraun bis ockerfarben gefärbt, mit einem auffälligen dunklen Punkt an der Einbuchtung der Vorderflügel. Im Ruhezustand hält der Falter die Flügel eng an den Körper angelegt, sodass er mit seinen stäbchenförmig wirkenden Flügeln leicht zu übersehen ist. Die Beine sind lang und dünn, typisch für die Familie.
Lebensraum
Die Art besiedelt ein breites Spektrum offener und halboffener Lebensräume: Ackerränder, Wegränder, Gärten, Ruderalflächen, Hecken und Gebüsche. Als Wirtspflanze dienen vor allem Arten der Windengewächse (Convolvulaceae), insbesondere Ackerwinde (Convolvulus arvensis) und Zaunwinde (Calystegia sepium). Emmelina monodactyla ist eine der wenigen heimischen Schmetterlingsarten, die ganzjährig aktiv sein kann – bei milden Wintertemperaturen fliegt sie auch in den Wintermonaten. Die Hauptflugzeit liegt von Spätsommer bis in den Herbst, überwinternde Tiere sind ab Februar wieder aktiv.
Besonderheiten
Eine sichere Unterscheidung von der sehr ähnlichen Emmelina argoteles ist anhand äußerer Merkmale nicht möglich – beide Arten lassen sich nur durch eine Genitaluntersuchung zweifelsfrei trennen. Auch das Überwinterungsverhalten eignet sich nicht zur sicheren Unterscheidung, da auch E. argoteles als erwachsener Falter überwintern kann. Raupen von E. monodactyla fressen an den Blättern und Blüten der Wirtspflanzen und können an Kulturpflanzen der Windengewächse auftreten. Federmotten insgesamt sind in Mitteleuropa mit zahlreichen Arten vertreten; Emmelina monodactyla selbst ist weit verbreitet und häufig.