Gemeiner Zwergprachtkäfer (Trachys minutus)

Gemeiner Zwergprachtkäfer Trachys minutus

Name

Gemeiner Zwergprachtkäfer (Trachys minutus)

Familie

Prachtkäfer (Buprestidae)

Körpergröße

Körperlänge ca. 3 mm

Merkmale

Der Gemeine Zwergprachtkäfer gehört zu den kleinsten heimischen Prachtkäfern und ist trotz seiner geringen Größe von beachtlicher Schönheit. Der gedrungene, eiförmige Körper ist oberseits metallisch bronzefarben bis grünlich-kupfrig schimmernd, die Flügeldecken können eine Zeichnung aus hellen Schuppenhaaren zeigen. Die Unterseite ist ebenfalls metallisch glänzend. Typisch für die Gattung Trachys ist der kurze, breite und keilförmig gedrungene Körperbau mit einem breiten Halsschild, in das der Kopf tief einsinkt. Die Fühler sind kurz und gesägt.

Lebensraum

Trachys minutus besiedelt Laubwälder, Hecken-Biotope sowie halboffene Lebensräume wie Waldränder, Gebüschstreifen und feuchte Niederungen. Die Art ist an Weidengewächse (Salix) gebunden, kommt aber auch an anderen Laubhölzern vor. Imagines sind von April bis September aktiv und halten sich bevorzugt auf den Blättern ihrer Wirtspflanzen auf, wo sie auch zur Eiablage schreiten. Die Larven minieren im Blattgewebe, vorwiegend in Weidenblättern, und hinterlassen dabei charakteristische Fraßgänge.

Besonderheiten

Wie alle Prachtkäfer entwickelt sich Trachys minutus über eine vollständige Metamorphose. Die Larven sind blattminierende Entwickler, was sie von vielen anderen Käferlarven unterscheidet. Der Käfer trägt auch den Namen Laubholz-Kleinprachtkäfer. Aufgrund seiner geringen Größe wird er im Freiland leicht übersehen. Verwechslungen sind mit anderen Trachys-Arten möglich, etwa Trachys troglodytes oder Trachys scrobiculatus, die ebenfalls an Laubgehölzen leben und ähnlich gefärbt sind. Eine sichere Bestimmung erfordert oft die genaue Betrachtung unter Lupe oder Mikroskop. Die Art gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet.