Kupfer-Rosenkäfer (Protaetia cuprea)

Protaetia cuprea findet man an Waldrändern oder im Hecken-Biotop

Name

Kupfer-Rosenkäfer (Protaetia cuprea)

Familie

Blatthornkäfer (Scarabaeidae)

Körpergröße

Körperlänge 14–23 mm

Merkmale

Der Kupfer-Rosenkäfer ist ein mittelgroßer, gedrungen wirkender Käfer mit charakteristisch kupfrig-bronzefarbenem bis grünlich schimmerndem Glanz auf der Oberseite. Die Flügeldecken sind fein skulpturiert und wirken robust und stabil gepanzert. Die Unterseite zeigt oft einen stärker metallisch grünen Schimmer. Wie alle Rosenkäfer besitzt auch diese Art eine besondere Eigenschaft: Die Flügeldecken bleiben beim Fliegen geschlossen, da die Hinterflügel seitlich darunter hervortreten. Die Beine sind kräftig und mit kurzen Dornen besetzt, was der Art ein gutes Klettern an Blüten und Stängeln ermöglicht.

Lebensraum

Der Kupfer-Rosenkäfer besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Waldränder, Hecken-Biotope, Streuobstwiesen und Gärten. Die Adulttiere sind von Mai bis August aktiv und besuchen bevorzugt Blüten verschiedener Pflanzen, darunter Doldenblütler, Rosen und Disteln, um Pollen und Nektar aufzunehmen. Die Larvenentwicklung findet in morschem, verrottendem Holz oder in humusreichen Kompostansammlungen statt, weshalb die Art auf totholzreiches Umfeld oder alte Baumbestände angewiesen ist.

Besonderheiten

Der Kupfer-Rosenkäfer gilt als ausgesprochen gelassen: Selbst bei Störungen zeigt er kaum Fluchtverhalten und lässt sich bereitwillig beobachten oder anfassen. Diese Phlegmatik ist typisch für viele Rosenkäfer-Arten. Verwechslungen sind möglich mit dem Gemeinen Rosenkäfer (Cetonia aurata), der jedoch eine ausgeprägtere goldgrüne Färbung aufweist. Protaetia cuprea ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet, obwohl der Rückgang alter Obstbäume und Totholz die Larvalhabitate zunehmend einschränkt. Die Art wurde unter anderem im Bereich des Rehburger Moores in Niedersachsen nachgewiesen.