Zierlicher Prachtkäfer (Anthaxia nitidula)

Anthaxia nitidula Weibchen

Name

Zierlicher Prachtkäfer (Anthaxia nitidula)

Familie

Prachtkäfer (Buprestidae)

Körpergröße

Körperlänge ca. 5 mm

Merkmale

Der Zierliche Prachtkäfer gehört zu den kleineren Vertretern der Prachtkäfer und beeindruckt trotz seiner geringen Größe von etwa 5 mm mit einem auffällig metallisch glänzenden Körper. Die Grundfärbung unterscheidet sich deutlich zwischen den Geschlechtern: Die Männchen sind überwiegend einheitlich metallisch grün bis grüngolden gefärbt. Die Weibchen besitzen dagegen ebenfalls grüne bis blaugrüne Flügeldecken, während Kopf und Halsschild auffällig rot, kupferrot oder purpurfarben gefärbt sind. Die Körperform ist länglich-oval und leicht abgeflacht, typisch für Prachtkäfer. Die Oberfläche wirkt durch feine Punktierung und den metallischen Glanz besonders edel, was der Art auch ihren Beinamen Glänzender Blütenprachtkäfer eingebracht hat.

Lebensraum

Der Zierliche Prachtkäfer besiedelt lichte Laubwälder, Waldränder und gebüschreiche Offenlandbereiche, bevorzugt an wärmebegünstigten Standorten wie Südhängen und sonnigen Säumen. Die Art ist wärmeliebend und daher in Mitteleuropa vor allem in südlichen Regionen verbreitet; im Norden Deutschlands gibt es nur vereinzelte Vorkommen. Die adulten Käfer sind von Mai bis Juni aktiv und bei sonnigem Wetter bevorzugt auf Blüten anzutreffen, besonders auf gelb blühenden Pflanzen wie Hahnenfuß oder Korbblütlern.

Besonderheiten

Die Larven des Zierlichen Prachtkäfers entwickeln sich als Holzbrüter unter der Rinde verschiedener Laubbäume, vor allem in Obstgehölzen wie Kirsche, Pflaume oder Schlehe. Die Imagines ernähren sich hingegen von Pollen und Blütenblättern und sind damit wichtige Blütenbesucher. Auffällig ist die Vorliebe für gelbe Blüten, was vermutlich mit der Farbwahrnehmung der Käfer zusammenhängt. Aufgrund ihrer Wärmeabhängigkeit gilt die Art als potenzieller Profiteur des Klimawandels, der ihre Verbreitung nach Norden begünstigen könnte. Verwechslungen sind mit anderen kleinen Anthaxia-Arten möglich, etwa Anthaxia quadripunctata, die jedoch abweichende Färbungsmuster zeigt. In der Roten Liste gilt die Art in Deutschland insgesamt noch nicht als gefährdet, ist aber regional selten.