Picknickkäfer (Glischrochilus quadrisignatus)

Glischrochilus quadrisignatus ist ursprünglich in Nordamerika beheimatet

Name

Picknickkäfer (Glischrochilus quadrisignatus)

Familie

Nitidulidae (Glanzkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 4–8 mm

Merkmale

Der Picknickkäfer ist ein kompakt gebauter, glänzend schwarzer Käfer mit vier auffälligen gelblich-orangen bis rötlichen Flecken auf den Deckflügeln – je zwei pro Seite – die ihm ein charakteristisches, leicht erkennbares Muster verleihen. Der Körper ist oval und leicht abgeflacht, die Flügeldecken bedecken den Hinterleib vollständig. Die Fühler sind keulenförmig verdickt, typisch für Glanzkäfer. Aufgrund seiner markanten Zeichnung ist er im Feld gut bestimmbar.

Lebensraum

Der Picknickkäfer besiedelt bevorzugt Waldränder, Obstgärten, Weinberge sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen, wo reifende oder überreife Früchte vorhanden sind. Die Art wird von vergorenen, süßlichen Gerüchen stark angezogen und findet sich häufig an faulenden Früchten, Baumsäften und Komposthaufen. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, ist die Art mittlerweile in weiten Teilen Europas etabliert. Die Aktivitätszeit der Imagines erstreckt sich hauptsächlich von Juni bis September, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juli und August.

Besonderheiten

In seinem nordamerikanischen Ursprungsgebiet gilt der Picknickkäfer als bekannter Schädling, der Nutzpflanzen wie Mais, Weintrauben und andere Obstfrüchte befallen kann. In Europa wurde die Art erstmals in den 1980er Jahren nachgewiesen und breitet sich seitdem kontinuierlich aus – ein klassisches Beispiel für eine invasive Tierart. Der Name Picknickkäfer rührt daher, dass die Tiere zuverlässig auf süße Speisen und Getränke bei Mahlzeiten im Freien angelockt werden. Als Verwechslungsart kommt der einheimische Vierfleckige Glanzkäfer Glischrochilus hortensis in Betracht, der jedoch etwas schlanker gebaut ist und eine abweichende Fleckenzeichnung aufweist.