Glattkäfer (Olibrus cf. aeneus)

Die nur 3,5mm langen Glattkäfer (Phalacridae)

Name

Glattkäfer (Olibrus aeneus)

Familie

Phalacridae (Glattkäfer)

Körpergröße

bis 3,5 mm

Merkmale

Olibrus aeneus ist ein winziger, gedrungen gebauter Käfer mit charakteristisch glatter, stark glänzender Körperoberfläche – daher der treffende deutsche Familienname Glattkäfer. Die Oberseite schimmert metallisch bronzefarben bis bräunlich-grünlich, wobei die Färbung je nach Lichteinfall variieren kann. Der Körper ist oval und gewölbt, die Flügeldecken liegen eng und nahtlos an. Fühler und Beine sind vergleichsweise zierlich. Aufgrund der großen Ähnlichkeit innerhalb der Gattung Olibrus ist eine sichere Artbestimmung oft nur durch genaue Untersuchung der Genitalstrukturen möglich.

Lebensraum

Glattkäfer der Gattung Olibrus besiedeln bevorzugt blütenreiche Wiesen, Wegränder, Ruderalfluren und Staudenfluren, wo sie sich von Blütenpollen und Pilzsporen ernähren. Olibrus aeneus ist häufig auf Korbblütlern (Asteraceae) anzutreffen, deren Blütenköpfe als Nahrungs- und Entwicklungsort dienen. Die Larven entwickeln sich in den Blütenköpfen verschiedener Wildkräuter. Erwachsene Tiere sind vor allem von Frühjahr bis Herbst aktiv, mit einem Schwerpunkt der Aktivität von Mai bis September.

Besonderheiten

Die Familie Phalacridae umfasst in Deutschland rund 22 Arten, die einander oft zum Verwechseln ähnlich sehen. Eine zuverlässige Artbestimmung im Feld ist selbst für Spezialisten schwierig und erfordert häufig mikroskopische Untersuchungen. Olibrus aeneus gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet. Die Käfer fliegen gut und lassen sich gelegentlich beim Blütenbesuch beobachten, wo sie gleichzeitig als unbeabsichtigte Bestäuber wirken können. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit Olibrus bicolor, Olibrus liquidus und weiteren nah verwandten Arten der Gattung.