Stachelkäfer (Mordellidae)

Schwarze Stachelkäfer (Mordellidae) nach Foto bestimmen

Name

Stachelkäfer

Familie

Mordellidae

Körpergröße

2–12 mm Körperlänge

Merkmale

Stachelkäfer sind meist schwarz oder dunkelbraun gefärbt, manche Arten zeigen graue oder gelbliche Schuppenbehaarung in charakteristischen Mustern. Der Körper ist auffällig buckelig gewölbt, nach hinten stark zugespitzt und endet in einem markanten Stachel, dem sogenannten Pygidium. Die Beine sind kräftig und ermöglichen schnelle, hüpfende Bewegungen, weshalb die Tiere beim Aufscheuchen schwer zu greifen sind. Aufgrund der großen Artenähnlichkeit ist eine sichere Bestimmung schwarzer Arten allein nach Fotos in der Regel nicht möglich.

Lebensraum

Stachelkäfer besiedeln Waldränder, Lichtungen, Hecken und blütenreiche Wiesen, wo sie als Imagines regelmäßig auf Blüten verschiedener Pflanzenfamilien anzutreffen sind. Besonders häufig sitzen sie auf Doldenblütlern, Korbblütlern und anderen offenen Blüten. Die Larven leben im Verborgenen: Sie entwickeln sich in verpilztem Totholz oder minieren in Pflanzenstängeln. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich je nach Art von Mai bis September, mit einem Aktivitätsschwerpunkt in den Sommermonaten Juni und Juli.

Besonderheiten

Der namensgebende Stachel am Hinterleibsende dient den Weibchen bei der Eiablage dazu, Eier gezielt in Totholz oder Pflanzenstängel einzubringen. Erwachsene Tiere ernähren sich ausschließlich von Pollen und Nektar und leisten dabei einen Beitrag zur Bestäubung von Wildpflanzen. Bei Gefahr lassen sich Stachelkäfer blitzschnell fallen oder hüpfen weg, was das Beobachten erschwert. Die Familie umfasst weltweit über 3000 beschriebene Arten, in Mitteleuropa sind rund 100 Arten bekannt. Da viele Arten einander sehr ähnlich sehen, ist für eine sichere Artbestimmung häufig eine mikroskopische Untersuchung notwendig.