Kleiner Feuerkäfer (Schizotus pectinicornis)

Schizotus pectinicornis findet man in Laub- oder Mischwäldern

Name

Kleiner Feuerkäfer (Schizotus pectinicornis)

Familie

Pyrochroidae (Feuerkäfer)

Körpergröße

ca. 8 mm

Merkmale

Der Kleine Feuerkäfer ist ein auffälliger, schlanker Käfer mit leuchtend orangerot gefärbtem Halsschild und Flügeldecken, die ihm seinen volkstümlichen Namen Orangefarbener Feuerkäfer eingebracht haben. Der Kopf sowie die langen, beim Männchen auffällig kammförmig gekämmten Fühler sind dunkel bis schwärzlich gefärbt – der Artname pectinicornis bedeutet übersetzt kammhörnig und verweist genau auf dieses Merkmal. Die Beine sind ebenfalls dunkel. Die kammförmigen Fühler des Männchens sind ein sicheres Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Weibchen, dessen Fühler lediglich gesägt sind.

Lebensraum

Der Kleine Feuerkäfer bewohnt Laub- und Mischwälder, wo er vor allem an lichten Waldrändern, auf Schlagflächen und in totholzreichen Beständen anzutreffen ist. Die Imagines sitzen häufig auf Blüten, Blättern oder auf Laubbaum-Totholz, an dem auch die Eiablage stattfindet. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Juli, mit einem Schwerpunkt im Mai und Juni.

Besonderheiten

Die Larven des Kleinen Feuerkäfers leben räuberisch unter der Borke von abgestorbenem Laubholz und erbeuten dort andere Käferlarven sowie Insektenlarven. Die erwachsenen Tiere hingegen ernähren sich friedlich von Pollen, Nektar oder Honigtau und sind damit wichtige Blütenbesucher. Die Art gilt in vielen Teilen Mitteleuropas als selten und ist auf das Vorhandensein von starkem Laubbaum-Totholz angewiesen, weshalb sie als Zeigerart für naturnahe, totholzreiche Wälder gilt. Eine Verwechslung ist mit dem größeren Gemeinen Feuerkäfer (Pyrochroa coccinea) möglich, der jedoch einen ebenfalls roten Kopf besitzt und deutlich größer ist.