Rotblauer Pappel-Prachtkäfer (Agrilus pratensis)
Name
Rotblauer Pappel-Prachtkäfer (Agrilus pratensis)
Familie
Prachtkäfer (Buprestidae)
Körpergröße
4–8 mm Körperlänge
Merkmale
Der Rotblaue Pappel-Prachtkäfer trägt seinen Namen zurecht: Die charakteristische Färbung vereint rötliche und blaue bis blaugrüne Metalltöne, die für Prachtkäfer typisch sind und im Licht je nach Blickwinkel schimmern. Der langgestreckte, schlanke Körperbau ist ein klassisches Merkmal der Gattung Agrilus, zu der mit über 3.000 Arten weltweit eine der artenreichsten Käfergattungen überhaupt gehört. Die Flügeldecken sind fein strukturiert und laufen zur Körperspitze hin leicht zugespitzt zu.
Lebensraum
Die Art besiedelt Lebensräume, in denen Pappeln (Populus spp.) wachsen – dazu zählen Flussauen, feuchte Waldränder und Auenwälder. Die Imagines halten sich bevorzugt in unmittelbarer Nähe der Brutbäume auf, meist an besonnten Stellen. Die Larven entwickeln sich in abgestorbenen oder geschwächten Ästen verschiedener Pappelarten, wo sie charakteristische Fraßgänge anlegen. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis Juli.
Besonderheiten
Wie viele Prachtkäfer ist Agrilus pratensis auf geschwächte oder absterbende Gehölze angewiesen und gilt damit als wichtiger Zersetzer im Ökosystem. Die Bindung an Pappeln macht die Art von deren Vorkommen abhängig, was in ausgeräumten Landschaften mit wenig Totholz zu einem Rückgang führen kann. Prachtkäfer gelten generell als wärmeliebend und sind an warmen, sonnigen Tagen am aktivsten. Innerhalb der artenreichen Gattung Agrilus sind zur sicheren Bestimmung oft Genitalpräparate notwendig – beim Rotblauen Pappel-Prachtkäfer erleichtert jedoch die markante Färbung die Ansprache im Feld deutlich.