Schwarzer Schneckenjäger (Phosphuga atrata)
Name
Schwarzer Schneckenjäger (Phosphuga atrata)
Familie
Silphidae (Aaskäfer)
Körpergröße
10–14 mm
Merkmale
Der Schwarze Schneckenjäger ist ein vollständig mattschwarz gefärbter Käfer mit einem auffällig verlängerten, schmalen Kopf und Halsschild. Diese charakteristische Kopfform ist eine ausgeprägte Anpassung an seine Jagdweise und erlaubt es dem Tier, auch in enge Schneckenhäuser vorzudringen, um die darin sitzende Beute zu erreichen. Die Flügeldecken sind längsgerippt und wirken leicht runzelig. Die Larven sind asselähnlich gebaut, stark abgeflacht und glänzend schwarz gefärbt; sie unterscheiden sich in ihrer Gestalt somit deutlich von den eher ovalen, erwachsenen Käfern.
Lebensraum
Der Schwarze Schneckenjäger bewohnt feuchte, strukturreiche Lebensräume wie Laubwälder, Waldränder, Lichtungen und Gärten. Er lebt überwiegend in der Streuschicht des Bodens, versteckt sich unter Steinen, in Moospolstern oder unter Totholz. Die Art ist von April bis Oktober aktiv und vor allem in der Dämmerung sowie nachts auf der Jagd anzutreffen. In Mitteleuropa ist sie weit verbreitet und häufig.
Besonderheiten
Sowohl Larven als auch erwachsene Käfer ernähren sich räuberisch von Schnecken, was innerhalb der Käfer eine bemerkenswerte Spezialisierung darstellt. Der Käfer lähmt seine Beute durch Sekrete und frisst sie anschließend aus. Damit gilt die Art als nützlicher Helfer im Garten, der Schneckenpopulationen auf natürliche Weise reguliert. Eine Verwechslung ist mit anderen schwarzen Silphiden möglich, etwa Phosphuga-Verwandten, doch der besonders gestreckte Kopf ist ein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal. Die Art ist in Deutschland nicht gefährdet.