Gemeiner Einhornkäfer (Notoxus monoceros)

Gemeiner Einhornkäfer Notoxus monoceros

Name

Gemeiner Einhornkäfer (Notoxus monoceros)

Familie

Anthicidae (Blütenkäfer)

Körpergröße

Körperlänge ca. 5 mm

Merkmale

Der Gemeine Einhornkäfer ist ein kleiner, schlanker Käfer mit einer Körperlänge von etwa 5 mm. Sein auffälligstes Merkmal ist das charakteristische, hornförmige Vorsprungsgebilde am Halsschild, das weit über den Kopf hinausragt und der Art ihren Namen verleiht. Die Grundfärbung der Flügeldecken ist rötlich-gelbbraun bis rotbraun, häufig mit dunkleren, schwarzbräunlichen Zeichnungsmustern oder Flecken. Der Körper wirkt insgesamt schlank und langgestreckt, die Beine sind hell gefärbt. Die Art gehört zur Familie der Anthicidae, deren Vertreter allgemein durch ihren beweglichen, abgesetzten Kopf und den charakteristisch geformten Halsschild auffallen.

Lebensraum

Der Gemeine Einhornkäfer besiedelt bevorzugt warme, trockene und offene bis halboffene Lebensräume. Typische Biotope sind sonnige Waldränder, Dünengebiete sowie Trocken- und Magerrasen. Die Art ist von Mai bis September aktiv und wird häufig im Bereich von verrottendem Pflanzenmaterial angetroffen, da sich die Larven dort entwickeln. Sandige, lückig bewachsene Böden mit reichlich Totholz oder Streuansammlungen bieten ideale Bedingungen. In Mitteleuropa ist die Art weit verbreitet, regional jedoch auf geeignete Wärmestandorte beschränkt.

Besonderheiten

Die Imagines ernähren sich überwiegend von toten Insekten, darunter auch von giftigen Ölkäfern der Gattung Meloe und Lytta, ohne dabei selbst Schaden zu nehmen. Die Larven leben saprophag in verrottendem Pflanzenmaterial und leisten damit einen kleinen Beitrag zur Zersetzung organischer Substanz. Das markante Horn am Halsschild ist ein eindeutiges Bestimmungsmerkmal und unterscheidet Notoxus monoceros zuverlässig von den meisten anderen heimischen Kleinkäfern. Innerhalb der Gattung Notoxus gibt es in Mitteleuropa einige weitere Arten, die jedoch seltener sind. Gefährdungsrelevant ist vor allem der Verlust geeigneter Trockenlebensräume durch Sukzession und intensive Landnutzung.