Scheinbockkäfer Chrysanthia geniculata
Name
Chrysanthia geniculata
Familie
Scheinbockkäfer (Oedemeridae)
Körpergröße
5–8 mm Körperlänge
Merkmale
Chrysanthia geniculata ist ein schlanker, langgestreckter Käfer mit einer auffällig metallisch-grünen bis blaugrünen Färbung, die je nach Lichteinfall leicht schimmert. Die Flügeldecken sind weich und lederartig, was typisch für die Familie der Oedemeridae ist. Die Fühler sind dunkel bis schwarz gefärbt, was auch der früheren Synonymbezeichnung nigricornis – lateinisch für schwarzhörnig – zugrunde liegt. Die Beine sind schlank, die Knie häufig dunkler abgesetzt, worauf der Artname geniculata hinweist. Männchen lassen sich von Weibchen unter anderem durch die stark verdickten Hinterschenkel unterscheiden.
Lebensraum
Die Art besiedelt Wälder, Waldränder und Lichtungen, bevorzugt dort, wo ausreichend Totholz vorhanden ist. Die Larven entwickeln sich in Nadelbaum-Totholz, weshalb die Art vor allem in nadelbaumreichen Beständen anzutreffen ist. Die Imagines sind von Juni bis August aktiv und halten sich bevorzugt auf Blüten auf, wo sie Pollen als Nahrungsquelle nutzen. Besonders häufig findet man sie auf Doldenblütlern und anderen offenen Blütenständen.
Besonderheiten
Chrysanthia geniculata kann leicht mit der nah verwandten Art Chrysanthia viridissima verwechselt werden, da beide Arten eine ähnliche metallisch-grüne Färbung und vergleichbare Größe aufweisen. Eine sichere Unterscheidung erfordert oft eine genaue Betrachtung der Fühler- und Beinzeichnung. Die Art gilt in Mitteleuropa als mäßig häufig und ist auf ein ausreichendes Angebot an liegendem oder stehendem Nadelholz-Totholz angewiesen. Der Rückgang alter und strukturreicher Wälder sowie intensivere Forstwirtschaft können den Lebensraum einschränken. Der Fundort Poggenhagen bei der Sandgrube deutet darauf hin, dass die Art auch in halboffenen, gehölzreichen Strukturlandschaften vorkommt.