Körniger Laufkäfer (Carabus granulatus)

Körniger Laufkäfer Carabus granulatus

Name

Körniger Laufkäfer (Carabus granulatus)

Familie

Laufkäfer (Carabidae)

Körpergröße

Körperlänge 17–23 mm

Merkmale

Der Körnige Laufkäfer ist ein mittelgroßer Vertreter der Laufkäfer mit einem langgestreckten, leicht abgeflachten Körperbau. Die Flügeldecken sind bronzefarben bis schwarzbraun glänzend und tragen charakteristische Reihen aus kleinen, körnigen Erhebungen, die dem Tier seinen deutschen Namen geben. Der Halsschild ist herzförmig, die langen Beine sind kräftig und für eine schnelle Fortbewegung am Boden ausgelegt. Im Gegensatz zu vielen anderen Carabus-Arten besitzt der Körnige Laufkäfer noch funktionsfähige Hinterflügel und ist grundsätzlich flugfähig; bei bestimmten Gebirgsformen kann die Flugfähigkeit jedoch reduziert sein.

Lebensraum

Der Körnige Laufkäfer besiedelt bevorzugt feuchte bis wechselfeuchte Biotope wie Feuchtwiesen, Ufergehölze, Moorränder und lichte Wälder. Er gilt als ausgesprochener Feuchtigkeitszeiger und meidet trockene Standorte. Tagsüber hält er sich versteckt unter Totholz, Steinen oder in der Bodenstreu auf. Die Aktivitätszeit erstreckt sich von April bis September, wobei die Tiere vor allem in der Dämmerung und nachts auf Nahrungssuche gehen.

Besonderheiten

Als räuberisch lebender Käfer spielt Carabus granulatus eine wichtige Rolle im Bodenökosystem. Er ernährt sich von Insekten, Larven, Würmern und Schnecken und hilft so, Schädlingspopulationen natürlich zu regulieren. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier einzeln in kleine selbst gegrabene Bodenhöhlen. Die Larven sind ebenfalls räuberisch und entwickeln sich im Boden. Der Körnige Laufkäfer ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet, reagiert jedoch empfindlich auf Entwässerung und intensive Landwirtschaft, die seinen Lebensraum zerstören.