Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus)
Name
Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus)
Familie
Radnetzspinnen (Araneidae)
Körpergröße
Weibchen 14–18 mm, Männchen 6–13 mm Körperlänge
Merkmale
Das auffälligste Erkennungsmerkmal der Gartenkreuzspinne ist die charakteristische Kreuzzeichnung auf dem Hinterleib (Opisthosoma), die aus hellen, meist weißen Flecken besteht und einem Kreuz ähnelt. Die Grundfärbung variiert stark von hellgelb über hellbraun bis dunkelbraun oder grau, weshalb sich verschiedene Individuen optisch erheblich unterscheiden können. Der Vorderleib (Prosoma) ist dunkelbraun gefärbt. Weibchen sind deutlich größer und massiger als Männchen. Die acht Augen sind in zwei Reihen angeordnet. Die Beine sind kräftig und deutlich gebändert.
Lebensraum
Die Gartenkreuzspinne besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen und zählt zu den anpassungsfähigsten heimischen Spinnenarten. Sie ist in lichten Wäldern, Hecken-Biotopen, an Wegrändern sowie im Siedlungsgebiet – also in Gärten, Parks und an Hauswänden – anzutreffen. Bevorzugt werden Standorte mit ausreichend Verankerungsmöglichkeiten für ihr großes, charakteristisches Radnetz. Die Art ist in Mitteleuropa sehr häufig und weit verbreitet. Ausgewachsene Tiere sind vor allem von Juli bis Oktober zu beobachten, wobei Männchen auf der Suche nach Weibchen oft früher umherstreifen.
Besonderheiten
Die Gartenkreuzspinne ist eine der bekanntesten und am häufigsten beobachteten Spinnenarten Mitteleuropas. Sie baut regelmäßig ein neues Radnetz, das sie häufig täglich erneuert und dabei die alten Seidenfäden auffrisst, um das Material zurückzugewinnen. Nach der Paarung stirbt das Männchen oft kurz darauf, das Weibchen legt einen Eikokon ab und überwintert ebenfalls nicht. Die Jungtiere schlüpfen im Frühjahr. Trotz ihres imposanten Auftretens ist die Gartenkreuzspinne für Menschen völlig ungefährlich. Araneus diadematus kann mit Araneus quadratus (Vierpunkt-Kreuzspinne) oder Araneus angulatus (Gehörnte Kreuzspinne) verwechselt werden.