Schlupfwespe Scambus spec.

Die Arten der Gattung Scambus

Name

Scambus spec.

Familie

Ichneumonidae (Schlupfwespen)

Körpergröße

ca. 5–12 mm Körperlänge (je nach Art)

Merkmale

Die Arten der Gattung Scambus sind schlanke Schlupfwespen mit typisch wespenartiger Gestalt. Die Färbung ist meist schwarz mit gelben oder rötlich-orangen Abzeichnungen an Beinen, Hinterleib und Thorax. Weibchen tragen einen deutlich sichtbaren Legebohrer, der je nach Art unterschiedlich lang ausgeprägt ist. Die Flügel sind transparent und leicht gebräunt. Entscheidende Bestimmungsmerkmale wie Skulptur des Mesonotums, Beinzeichnung und Proportionen des Legebohrers sind auf Fotos oft kaum zuverlässig erfassbar, weshalb eine sichere Artbestimmung in vielen Fällen nur durch Präparation und mikroskopische Untersuchung möglich ist.

Lebensraum

Vertreter der Gattung Scambus besiedeln bevorzugt Wälder, Waldränder, Gebüsche und strukturreiche Gärten, wo ihre Wirte vorkommen. Sie sind auf Pflanzen und Gehölze angewiesen, in denen geeignete Wirte leben. Dazu gehören insbesondere holz- und pflanzenbewohnende Entwicklungsstadien verschiedener Schmetterlinge und anderer Insekten. In Mitteleuropa sind die Imagines je nach Art zu unterschiedlichen Zeiten anzutreffen, wobei viele Arten im Frühjahr und Sommer auftreten.

Besonderheiten

Scambus-Arten sind parasitoide Hautflügler. Die Weibchen legen ihre Eier an oder in geeignete Wirte, wobei je nach Art unterschiedliche Entwicklungsstadien und Wirtsgruppen genutzt werden. Viele Arten parasitieren Puppen oder andere geschützte Entwicklungsstadien von Schmetterlingen; einige Arten sind auch mit anderen Insekten oder pflanzenbewohnenden Wirten verbunden. Die sich entwickelnden Larven ernähren sich vom Wirt und töten diesen schließlich. Die Gattung gehört zur Unterfamilie Pimplinae. Aufgrund der großen morphologischen Ähnlichkeit der Arten untereinander gilt die Gattung als taxonomisch schwierig. Eine zuverlässige Bestimmung erfordert oft die Begutachtung von Spezialmaterial durch Fachleute. Verwechslungen mit anderen Gattungen der Ichneumonidae, etwa Pimpla oder Itoplectis, sind möglich.