Hexenkraut-Wanze (Metatropis rufescens)
Name
Hexenkraut-Wanze (Metatropis rufescens)
Familie
Berytidae (Stelzenwanzen)
Körpergröße
Körperlänge 7,9–9,4 mm
Merkmale
Die Hexenkraut-Wanze gehört zur Familie der Stelzenwanzen und besitzt den für diese Gruppe typischen schlanken, langgestreckten Körperbau mit auffällig dünnen, stelzenartigen Beinen. Der Artname rufescens verweist auf die rötlich-bräunliche Grundfärbung des Körpers. Charakteristisch sind zudem die gekeulten Fühler- und Beinenden, die bei Stelzenwanzen als Erkennungsmerkmal dienen. Die Flügel bedecken den Hinterleib vollständig. Larven ähneln den adulten Tieren im Körperbau, sind jedoch ungeflügelt und heller gefärbt.
Lebensraum
Die Hexenkraut-Wanze besiedelt feuchte Laubwälder, in denen ihr namensgebendes Hexenkraut (Circaea) als Nahrungspflanze vorkommt. Sie bevorzugt schattige, krautreiche Waldstellen mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie sie etwa in Auwäldern, Schluchtwäldern oder an Bachufern zu finden sind. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von Mai bis September. Ab Mai treten die überwinternden Imagines zur Paarung auf, ab August ist die neue Generation als Imago anzutreffen.
Besonderheiten
Sowohl Larven als auch adulte Tiere saugen an den Reproduktionsorganen des Hexenkrauts, also an Blüten und Früchten, was die enge ökologische Bindung an diese Pflanzengattung unterstreicht. Die Überwinterung erfolgt als Imago, versteckt unter loser Rinde oder in der Bodenstreu. Nach der Paarung im Mai legen die Weibchen ihre Eier direkt an die Nahrungspflanzen. Aufgrund der starken Spezialisierung auf Hexenkraut-Bestände ist die Art eng an das Vorkommen geeigneter Waldlebensräume gebunden. In Deutschland gilt sie als wärmeliebend-hygrophile Spezialart, die bei Verlust ihrer Habitatstrukturen empfindlich reagiert.