Wiesenhummel (Bombus pratorum)
Name
Wiesenhummel (Bombus pratorum)
Familie
Apidae (Echte Bienen)
Körpergröße
Arbeiterinnen und Männchen 9–14 mm, Königinnen 15–18 mm Körperlänge
Merkmale
Die Wiesenhummel ist eine mittelgroße bis kleine Hummelart mit dem für Hummeln typischen dichten Pelz aus Haaren. Die Königin zeigt eine charakteristische Färbung mit gelbem Halsband, gelbem Hinterleibsband und orangerotem Hinterleibsende. Arbeiterinnen und Männchen sind ähnlich gefärbt, wirken aber insgesamt etwas blasser und kleiner. Männchen besitzen zudem einen auffälligen gelben Gesichtsfleck. Die Art gilt als eine der kleinsten heimischen Hummelköniginnen, was sie von verwandten Arten wie der Dunklen Erdhummel (Bombus terrestris) gut unterscheidbar macht.
Lebensraum
Die Wiesenhummel besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen und ist in blütenreichen Wiesen, Gärten, Parkanlagen, Waldrändern und Heckenlandschaften anzutreffen. Sie zählt zu den anpassungsfähigsten heimischen Hummelarten und kommt auch in städtischen Bereichen vor. Das Nest wird bevorzugt oberirdisch angelegt, etwa in dichtem Gras, Moos oder verlassenen Mäusenestern. Die Königin verlässt ihren Überwinterungsplatz bereits im März, weshalb die Wiesenhummel zu den frühesten Hummelarten des Jahres gehört. Aktiv ist das Volk von März bis Juli, wobei ab Juni bereits Geschlechtstiere produziert werden.
Besonderheiten
Die Wiesenhummel bildet im Vergleich zu anderen Hummelarten eher kleine Völker mit oft nur 50 bis 150 Individuen. Der Lebenszyklus des Volkes ist entsprechend kurz: Bereits im Hochsommer löst sich das Volk auf, nachdem Königinnen und Männchen produziert wurden. Nach dem Hochzeitsflug sterben die Männchen ab, während die befruchteten Jungköniginnen geeignete Überwinterungsplätze im Boden aufsuchen. Die Art ist ein wichtiger Bestäuber und gilt derzeit in Mitteleuropa nicht als gefährdet. Verwechslungen sind am ehesten mit der Gartenhummel (Bombus hortorum) möglich, die jedoch größer ist und ein zweites gelbes Hinterleibsband aufweist.