Schwarze Gartenameise (Lasius niger)

Schwarze Gartenameise: Lebensweise und Nahrung

Name

Schwarze Gartenameise (Lasius niger)

Familie

Formicidae (Ameisen)

Körpergröße

Länge 3–5 mm (Arbeiterinnen und Männchen)

Merkmale

Die Schwarze Gartenameise ist eine mittelgroße Ameisenart mit einheitlich schwarzbrauner bis schwarzer Körperfärbung. Der Körper ist gedrungen gebaut, mit einem deutlich eingeschnürten Petiolus (Stielchen) zwischen Thorax und Hinterleib. Die Fühler sind gekniet; die Arbeiterinnen und Königinnen besitzen zwölf Fühlerglieder, während die Männchen dreizehn Fühlerglieder haben. Arbeiterinnen sind flügellos, während Königinnen und Männchen zur Paarungszeit geflügelte Formen bilden. Die Königin ist mit etwa 8–9 mm deutlich größer als die Arbeiterinnen. Die Art lässt sich von ähnlichen Lasius-Arten wie der Gelben Wiesenameise durch ihre dunkle, gleichmäßige Färbung unterscheiden.

Lebensraum

Lasius niger ist eine ausgesprochen anpassungsfähige Art und besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen: Waldränder, Gärten, Wiesen-Biotope, Ruderalflächen sowie Siedlungsgebiete gehören gleichermaßen dazu. Die Nester werden bevorzugt in der Erde angelegt, häufig unter Steinen, Pflasterplatten oder Baumrinde. Die Art ist in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordafrikas verbreitet und zählt zu den häufigsten heimischen Ameisenarten. Geflügelte Geschlechtstiere erscheinen zu den sogenannten Hochzeitsflügen typischerweise von Juli bis September, wobei warme, schwüle Wetterlagen den Schwarmflug auslösen. Die Arbeiterinnen ziehen sich im Winter in tiefere Bodenschichten zurück.

Besonderheiten

Lasius niger betreibt intensiven Trophobiose-Kontakt mit Blatt- und Wurzelläusen: Die Ameisen melken deren Honigtau-Absonderungen und schützen die Läuse dafür aktiv vor Fressfeinden. Dieses Verhalten kann in Gärten zur Förderung von Schädlingspopulationen beitragen. Ein Lasius-niger-Volk umfasst meist einige tausend Arbeiterinnen; unter günstigen Bedingungen können Kolonien mehrere zehntausend Arbeiterinnen erreichen. Die Königin kann ein sehr hohes Alter von über 15 Jahren erreichen. Die Art ist in Deutschland häufig und ungefährdet. Bei Bedrohung sprühen die Tiere Ameisensäure als Abwehrmittel.