Grauschwarze Sklavenameise (Formica fusca)

Grauschwarze Sklavenameise Lebensräume

Name

Grauschwarze Sklavenameise (Formica fusca)

Familie

Formicidae (Ameisen)

Körpergröße

Arbeiterinnen 5–7 mm

Merkmale

Formica fusca ist eine mittelgroße Ameisenart mit einem einheitlich grauschwarz bis tiefschwarz gefärbten Körper. Die Oberfläche wirkt leicht matt und ist fein behaart. Der Körperbau ist schlank und typisch für Waldameisen der Gattung Formica: Der Petiolus besteht aus einem einzelnen schuppenförmigen Segment. Königinnen sind mit 8–10 mm deutlich größer als die Arbeiterinnen. Geflügelte Geschlechtstiere erscheinen zur Schwärmzeit im Sommer.

Lebensraum

Die Grauschwarze Sklavenameise besiedelt bevorzugt Waldränder, Lichtungen und Wiesenbiotope. Als wärmebedürftige Art wählt sie sonnige bis halbschattige Standorte und legt ihre Nester gern unter Steinen, flachen Felsen oder morschem Totholz an. Die Nester sind meist unauffällig und ohne oberirdische Hügel. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Aktiv ist Formica fusca von April bis Oktober, mit dem Höhepunkt der Aktivität in den Sommermonaten.

Besonderheiten

Die Grauschwarze Sklavenameise ernährt sich von Insekten und deren Larven sowie von Honigtau, den sie von Blattläusen erntet. Sie gilt als eine der häufigsten Ameisenarten Mitteleuropas und ist in geeigneten Lebensräumen weit verbreitet. Besondere Bekanntheit erlangt die Art als Wirtsart für parasitische Sklavenhalterameisen wie Formica sanguinea und Raubameisen der Gattung Polyergus, die ihre Puppen rauben und als Arbeitskräfte nutzen. Trotz dieser Bedrängnis durch Sozialparasiten gelten die Bestände als stabil. Eine Verwechslung ist mit anderen dunklen Formica-Arten wie Formica lemani möglich, die jedoch überwiegend höhere Lagen bewohnt.