Platterbsen-Mörtelbiene (Megachile ericetorum)

Megachile ericetorum Männchen

Name

Platterbsen-Mörtelbiene (Megachile ericetorum)

Familie

Megachilidae (Blattschneiderbienen)

Körpergröße

Körperlänge 12–15 mm

Merkmale

Die Platterbsen-Mörtelbiene ist eine mittelgroße, kräftig gebaute Wildbiene. Weibchen tragen eine auffällige Bauchbürste (Scopa) zur Pollenernte, die bei älteren Tieren oft heller ausgeblichen wirkt. Die Grundfärbung ist schwarzbraun, wobei die Tergite deutliche helle Haarbinden aufweisen. Männchen besitzen charakteristisch verbreiterte Vordertarsen sowie einen dichten Gesichtsbart und sind in der Regel etwas schlanker als die Weibchen. Die Art ähnelt anderen Megachile-Arten und erfordert zur sicheren Bestimmung oft eine genaue Betrachtung.

Lebensraum

Die Platterbsen-Mörtelbiene besiedelt vor allem trockenwarme, offene Lebensräume wie Dünen, Magerrasen, Sandgruben und Heideflächen. Auch im Siedlungsbereich, etwa in Gärten oder auf Brachflächen, ist sie gelegentlich anzutreffen. Als Nahrungspflanzen bevorzugt sie Schmetterlingsblütler (Fabaceae), besonders Platterbsen (Lathyrus) und Wicken (Vicia). Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis August.

Besonderheiten

Der Trivialname Heide-Blattschneiderbiene verweist auf das typische Verhalten der Gattung Megachile: Die Weibchen schneiden Blattstücke aus, um damit ihre Brutzellen auszukleiden. Die Nester werden bevorzugt in vorhandenen Hohlräumen oder im Boden angelegt. In der Roten Liste Niedersachsens wird die Art mit RL 3 (gefährdet) eingestuft, was auf den Rückgang geeigneter Sandmagerrasen und offener Böden zurückzuführen ist. Intensivierung der Landnutzung und Sukzession in Sandgebieten gelten als Hauptgefährdungsursachen. Das abgebildete Männchen wurde im Juli 2011 an einer Sandgrube bei Poggenhagen beobachtet.