Schmalbiene (Lasioglossum sp.)
Name
Schmalbiene (Lasioglossum sp.)
Familie
Halictidae (Furchenbienen)
Körpergröße
4–15 mm (je nach Art)
Merkmale
Schmalbienen der Gattung Lasioglossum sind schlanke, meist dunkel gefärbte Wildbienen mit einem charakteristisch schmalen Kopf und Thorax. Ein zentrales Bestimmungsmerkmal ist das Fehlen von Behaarung an den Tergit-Endrändern des Hinterleibs – dieses Merkmal grenzt Lasioglossum klar von der verwandten Gattung Halictus ab, deren Tergit-Endränder deutlich behaarte Binden aufweisen. Bei den Weibchen beider Gattungen findet sich auf dem letzten Hinterleibs-Segment eine charakteristische Längsfurche. Die Bestimmung auf Artniveau ist selbst für Fachleute anspruchsvoll und erfordert oft eine mikroskopische Untersuchung.
Lebensraum
Lasioglossum-Arten besiedeln ein breites Spektrum an Lebensräumen und sind in ganz Mitteleuropa weit verbreitet. Sie kommen in Gärten, Wiesen, Wegrändern, Sandtrockenrasen und lichten Wäldern vor. Als Nistplätze bevorzugen viele Arten selbst gegrabene Erdnester in offenen, vegetationsarmen Bodenstellen. Je nach Art ist die Flugzeit von März bis Oktober, wobei die meisten Arten von April bis September aktiv sind.
Besonderheiten
Die Gattung Lasioglossum ist mit weltweit über 1700 beschriebenen Arten eine der artenreichsten Bienengattungen überhaupt. In Mitteleuropa kommen mehrere Dutzend Arten vor, was die Bestimmung einzelner Exemplare erheblich erschwert – besonders bei Männchen, wie im vorliegenden Fall. Einige Arten zeigen primitiv-soziales oder eusoziales Verhalten mit Königin und Arbeiterinnen, andere leben solitär. Lasioglossum-Arten sind wichtige Bestäuber und besuchen ein breites Blütenspektrum. Verwechslungen mit Halictus-Arten sind häufig; der fehlende Haarsaum an den Tergiträndern ist das verlässlichste Unterscheidungsmerkmal im Feld.