Vierbindige Furchenbiene (Halictus quadricinctus)
Name
Vierbindige Furchenbiene (Halictus quadricinctus)
Familie
Halictidae (Furchenbienen)
Körpergröße
Körperlänge 13–16 mm
Merkmale
Die Vierbindige Furchenbiene gehört zu den größten heimischen Furchenbienen. Ihr Name verweist auf das auffälligste Merkmal: vier helle, gelblich-weiße Haarbinden, die das dunkle Abdomen quer überspannen. Der Körper ist ansonsten überwiegend schwarz, teils mit bronzefarbenem Schimmer. Weibchen sind kräftiger gebaut als Männchen und tragen an den Hinterbeinen einen ausgeprägten Sammelapparat für Pollen. Die Art ist durch ihre beachtliche Körpergröße gut von kleineren Furchenbienen-Arten zu unterscheiden.
Lebensraum
Die Vierbindige Furchenbiene besiedelt offene, wärmegetönte Landschaften mit lockerem, bevorzugt sandigem Boden. Typische Lebensräume sind Magerrasen, Trockenrasen, Wegränder, Hohlwege und Steilwände, die als Niststandorte dienen. Die Flugzeit erstreckt sich von Juli bis September. Zur Nahrungssuche werden verschiedene Wildblumen besucht, darunter Korbblütler und Doldenblütler.
Besonderheiten
Die Vierbindige Furchenbiene lebt in Mitteleuropa solitär. Überwinterte Weibchen gründen im Frühjahr eigenständig ihre Erdnester, die mehrere Brutzellen enthalten. An geeigneten Nistplätzen können zahlreiche Weibchen in größeren Ansammlungen nisten, ohne dass dabei eine eusoziale Arbeitsteilung mit Königin und Arbeiterinnen entsteht. Die Art gilt als selten und ist in der Roten Liste der gefährdeten Arten Deutschlands als gefährdet geführt. Hauptursachen für den Rückgang sind der Verlust geeigneter Nisthabitate durch Flächenversiegelung, intensive Landnutzung und das Verschwinden blütenreicher Magerstandorte. Schutzmaßnahmen umfassen den Erhalt und die Neuanlage geeigneter Steilwände, Sand- und Lehmflächen sowie extensiv bewirtschafteter Flächen.