Gewöhnliche Wespenbiene (Nomada fucata)

Gewöhnliche Wespenbiene Nomada fucata

Name

Gewöhnliche Wespenbiene (Nomada fucata)

Familie

Apidae

Körpergröße

Körperlänge 6–10 mm

Merkmale

Die Gewöhnliche Wespenbiene trägt ihren Namen zurecht: Ihr schwarz-gelbes Streifenmuster erinnert auf den ersten Blick stark an eine kleine Wespe. Der Körper ist überwiegend schwarz mit auffälligen gelben bis orangefarbenen Binden auf dem Hinterleib. Anders als viele andere Bienenarten besitzt Nomada fucata keine nennenswerte Körperbehaarung, was die wespentypische Erscheinung zusätzlich verstärkt. Die Beine sind gelblich gefärbt, und auch der Kopf zeigt gelbe Zeichnungselemente. Weibchen und Männchen ähneln sich im Grundmuster, unterscheiden sich jedoch in Details der Zeichnung.

Lebensraum

Die Gewöhnliche Wespenbiene ist eng an den Lebensraum ihrer Wirtsbiene, der Gelbbindigen Sandbiene (Andrena flavipes), gebunden. Entsprechend findet man sie vor allem dort, wo sandige, vegetationsarme Böden vorhanden sind – etwa an Sandgruben, Böschungen, Feldwegen und Wegrändern. Die Art fliegt in zwei Generationen: Die erste Generation ist von April bis Mai aktiv, die zweite von Juli bis August.

Besonderheiten

Nomada fucata ist ein Brutparasit, auch Kleptoparasit genannt. Die Weibchen schmuggeln ihre Eier in die Nester der Gelbbindigen Sandbiene. Die geschlüpfte Larve zerstört zunächst das Ei oder die ganz junge Larve des Wirtes und frisst anschließend den eingetragenen Blütenpollen, der als Nahrungsvorrat gedacht war. Da Nomada fucata keine eigenen Nester baut und keinen Pollen sammelt, fehlen ihr die typischen Sammelhaare anderer Bienenarten. Die Art gilt in Deutschland als weitverbreitet, ist jedoch stets vom Vorkommen ihrer Wirtsbiene abhängig. Ein Rückgang der Sandbienen-Populationen wirkt sich daher unmittelbar auf die Bestände der Wespenbiene aus.