Waldameisen-Männchen (Formica spec.)

Waldameisen Männchen Formica

Name

Waldameisen-Männchen (Formica spec.)

Familie

Formicidae (Ameisen)

Körpergröße

7–11 mm Körperlänge (je nach Art)

Merkmale

Waldameisen-Männchen sind geflügelte Tiere und unterscheiden sich äußerlich deutlich von den Arbeiterinnen und Königinnen. Sie besitzen zwei Paar häutige Flügel, große Facettenaugen und auffällig vergrößerte Genitalien am Hinterleibsende. Der Körper ist meist schwarz bis schwarzbraun gefärbt, der Thorax kräftig gebaut. Typisch für die Gattung Formica ist der schuppenförmige Petiolus zwischen Thorax und Hinterleib. Eine sichere Artbestimmung anhand von Fotos oder äußeren Merkmalen ist bei Waldameisen-Männchen praktisch nicht möglich – selbst Experten benötigen dafür mikroskopische Präparate der Genitalstrukturen.

Lebensraum

Waldameisen der Gattung Formica besiedeln bevorzugt lichte Laub- und Nadelwälder, Waldränder, Heiden sowie sonnige Lichtungen. Die Kolonien bauen charakteristische Hügelnester aus Pflanzenteilen. Männchen treten ausschließlich während der Schwarmzeit in Erscheinung, wenn sie gemeinsam mit jungen Königinnen zu Hochzeitsflügen aufbrechen. Die Flugzeit liegt je nach Art und Witterung meist zwischen Mai und August, mit einem Schwerpunkt im Frühsommer. Der Fund beim Hohen Holz bei Wunstorf im Juli 2014 passt gut in dieses Zeitfenster.

Besonderheiten

Waldameisen-Männchen schlüpfen ausschließlich zum Zweck der Fortpflanzung. Nach dem Hochzeitsflug und der Paarung sterben sie innerhalb weniger Tage – sie nehmen keine Nahrung mehr auf und erfüllen keinerlei weitere Aufgaben im Staatsgefüge. Waldameisen der Gattung Formica stehen in Deutschland teilweise unter Naturschutz, da ihre Hügelnester wichtige Bestandteile des Waldökosystems sind. Sie regulieren Schädlingspopulationen und gelten als nützliche Forsthelfer. Aufgrund der schwierigen Bestimmbarkeit der Männchen bleibt die genaue Art in vielen Funddokumentationen offen.