Gewöhnliche Filzbiene (Epeolus variegatus)
Name
Gewöhnliche Filzbiene (Epeolus variegatus)
Familie
Apidae
Körpergröße
Körperlänge 7–8 mm
Merkmale
Epeolus variegatus ist eine kompakt gebaute, wespenartig wirkende Biene mit auffälliger schwarz-weißer bis schwarz-gelblicher Musterung. Der Körper ist dicht mit hellen, filzartigen Haarbinden auf dem Hinterleib bedeckt, die namensgebend für die Gruppe der Filzbienen sind. Die Brust trägt ebenfalls charakteristische helle Filzflecken. Männchen und Weibchen ähneln sich stark, lassen sich aber anhand der Fühlerstruktur und Hinterleibssegmente unterscheiden.
Lebensraum
Die Gewöhnliche Filzbiene besiedelt offene, warme Lebensräume mit sandigem oder lehmigem Untergrund, wie Sandtrockenrasen, Dünen, Abgrabungsflächen, Wegränder und lückig bewachsene Heideflächen. Solche Strukturen bieten den Wirtsarten geeignete Nestbedingungen. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis September, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juli und August.
Besonderheiten
Epeolus variegatus ist ein Kuckucksparasit und legt ihre Eier in die Nester anderer Bienen – vor allem in die der Gattung Colletes (Seidenbienen). Sie sammelt selbst keinen Pollen und besitzt daher keine Sammelhaare. Die Larven fressen die Vorräte der Wirtsbiene. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit Epeolus cruciger, der äußerst ähnlich und kaum sicher zu unterscheiden ist. Eine zuverlässige Bestimmung erfordert oft die genaue Untersuchung unter der Lupe. Die Art gilt in Deutschland als nicht gefährdet, ist aber aufgrund ihrer Abhängigkeit von geeigneten Wirtsbienenbeständen indirekt von der Verfügbarkeit intakter Sandlebensräume abhängig.