Bienenjagende Knotenwespe (Cerceris rybyensis)
Name
Bienenjagende Knotenwespe (Cerceris rybyensis)
Familie
Crabronidae (Grabwespen)
Körpergröße
Körperlänge 7–11 mm
Merkmale
Die Bienenjagende Knotenwespe ist eine mittelgroße Grabwespe mit dem für Knotenwespen typischen knotenartigen Einschnürungen zwischen den Hinterleibssegmenten, die der Gattung Cerceris ihren deutschen Namen geben. Die Grundfärbung ist schwarz mit markanten gelben Binden auf dem Hinterleib. Kopf und Thorax sind schwarz, das Gesicht der Weibchen weist eine gelbe Zeichnung auf. Die Beine sind teilweise gelb gefärbt. Weibchen sind in der Regel größer als Männchen.
Lebensraum
Die Art besiedelt offene, sandige Lebensräume wie Sandgruben, Wegränder, Dünen, Magerrasen und Lössböden, wo die Weibchen selbst gegrabene Erdnester anlegen. Wichtig ist eine lockere, besonnte Bodenstruktur, die das Graben erleichtert. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis September.
Besonderheiten
Die Weibchen sind spezialisierte Jägerinnen: Sie lähmen Wildbienen verschiedener Gattungen – vor allem Andrena, Halictus und Lasioglossum – mit einem gezielten Giftstich und transportieren diese als lebenden, aber bewegungsunfähigen Futtervorrat in ihre Brutkammern. Jede Kammer enthält ein Ei sowie mehrere gelähmte Bienen als Nahrungsreserve für die Larve. Die Brutgänge erreichen eine Tiefe von etwa 15 cm. Dieses Verhalten macht Cerceris rybyensis zu einem natürlichen Feind vieler Wildbienenarten. Die Art gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und ist nicht gefährdet, leidet jedoch unter dem Verlust geeigneter Sandlebensräume. Verwechslungen sind mit anderen Cerceris-Arten möglich, insbesondere mit der ähnlich großen Cerceris arenaria.