Ackerhummel (Bombus pascuorum)

Bombus pascuorum Männchen

Name

Ackerhummel (Bombus pascuorum)

Familie

Apidae (Echte Bienen)

Körpergröße

Königin 15–18 mm, Arbeiterinnen 9–15 mm, Männchen 12–14 mm

Merkmale

Die Ackerhummel gehört zu den eher schlank wirkenden Hummelarten. Ihr auffälligstes Merkmal ist der überwiegend rotbraun bis ockergelb gefärbte Thorax. Bauch und Kopf zeigen eine sehr variable Zeichnung aus gelben, schwarzen und rötlichen Haarbinden, weshalb eine eindeutige Bestimmung allein nach der Färbung schwierig sein kann. Der Körper ist dicht und lang behaart, was der Art ein zotteliges Erscheinungsbild verleiht. Männchen und Weibchen ähneln sich stark in der Färbung, lassen sich aber anhand der Antennen und Körperproportionen unterscheiden.

Lebensraum

Die Ackerhummel ist eine der anpassungsfähigsten Hummelarten Europas und besiedelt nahezu alle Lebensräume: Wiesen, Gärten, Feldränder, Hecken, lichte Wälder und Siedlungsbereiche. Sie bevorzugt blütenreiche Landschaften mit einem vielfältigen Angebot an Röhren- und Schmetterlingsblütlern. Die Königin erscheint bereits ab Anfang April, sodass die Art zu den frühesten Hummelarten des Jahres zählt. Arbeiterinnen und Männchen sind von Mai bis Oktober anzutreffen, wobei die Völker im Spätsommer ihre größte Stärke erreichen.

Besonderheiten

Die Ackerhummel baut ihr Nest bevorzugt in vorhandenen Hohlräumen wie Mauselöchern, Erdhöhlen oder Felsspalten, gelegentlich auch oberirdisch in dichtem Gras oder Moos. In einem mit Pollen gefüllten Wachsnapf legt die Königin bis zu 15 Eier ab, aus denen nach etwa vier Tagen die ersten Larven schlüpfen. Die Völker bleiben mit 50 bis 120 Tieren vergleichsweise klein. Als Langrüsselhummel ist Bombus pascuorum besonders auf tiefblütige Pflanzen wie Rotklee, Ziest oder Taubnessel spezialisiert und gilt als wichtiger Bestäuber in der Agrarlandschaft. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit ist sie in Mitteleuropa noch weit verbreitet und aktuell nicht als gefährdet eingestuft.